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    <title>SOTW | Song Of The Week</title>
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    <updated>2010-08-29T13:52:41Z</updated>
    
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    <title>Rodrigo y Gabriela - «Orion»</title>
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    <published>2010-08-29T12:48:05Z</published>
    <updated>2010-08-29T13:52:41Z</updated>
    
    <summary>SOTW #32-2010 Das Pärchen, das schneller zupft als sein Schatten Rodrigo y Gabriela sind euch natürlich bereits bestens bekannt, nehme...</summary>
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        <name>Hannes</name>
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        <![CDATA[<p>SOTW #32-2010<br/><br />
<h3>Das Pärchen, das schneller zupft als sein Schatten</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="orion_rod-gab_rot.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/orion_rod-gab_rot.jpg" width="500" height="333" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Rodrigo y Gabriela sind euch natürlich bereits bestens bekannt, nehme ich an. Deshalb soll hier gar nicht gross darüber palavert werden, wie toll der Sound der beiden ist und wie nett, fröhlich und fingerfertig die beiden Protagonisten sind. Die Musik, die die beiden machen, ist zwar einfach zu beschreiben (zwei akustische Gitarren, die mit wahnwitziger Geschwindigkeit gezupft und geschrummt werden und die teilweise auch zu Perkussionszwecken gebraucht werden), jedoch schwer zu vermitteln. Denn was die beiden mit ihren Instrumenten anstellen ist dermassen<em> far out</em>, dass Worte dafür einfach nicht ausreichen, jedenfalls nicht meine.</p>

<p>Dass nicht ein eigener Song zum Titel der Woche gewählt wurde, sondern ein Cover, ist purer Zufall bzw. liegt daran, dass ich unten den Link zum tollen Video, in dem Rob Trujillo mitmischt, platzieren wollte. Ich kann sämtliche Alben, egal ob Studioaufnahmen oder Live-Mitschnitte wärmstens zum Kauf/Download empfehlen. Eigentlich empfehle ich die Alben ausschliesslich zum Kauf, denn ihr unterstützt damit so richtig nette Menschen (so kommen sie jedenfalls an den Konzerten und auf Video-Mitschnitten rüber) und - wie bei immer mehr Tonträgern - gibt's auch bei R&B jeweils noch ordentlich Bonus-Songs und Videos (inkl. Gitarrenlektionen!) dazu.</p>

<p>Wie nett die beiden sind, zeigt sich auch an den vielen Kollaborationen und Terzetten bei denen sie mitwirken und bei denen alle beteiligten immer Spass zu haben scheinen. Man erinnert sich beispielsweise an den Gastauftritt der etwas seltsamen Vorgruppe während dem R&G-Set am Konzert in Zürich vor einigen Monaten. Dazu kommt, dass sich R&G neben Eigenkompositionen auch gerne bei anderen Künstlern bedienen. Auf ihrem letzten Album haben sie ihren grössten Helden je ein Song gewidmet und diese Künstler dann im Booklet noch jedem Hörer ans Herz gelegt. Absolut verbindliche Hörempfehlung!</p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Rodrigo y Gabriela, MEX</p>

<p>Album: Rodrigo y Gabriela</p>

<p>Song: Orion</p>

<p>Jahr: 2006 (Der Original-Song erschien auf Metallicas Album «Master of puppets» 1986)<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://es.wikipedia.org/wiki/Rodrigo_y_Gabriela_%28banda%29">Wikipedia</a>, <a href="http://www.rodgab.com/home.html">Website</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=i1SF8C8D1qo">Live</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Kopfhörer tragen, um ja alle Feinheiten mit zu bekommen!</p>

<p><em>Artwork: Architekturhistorisch wertvolle Aussicht: Vorne der Kindergarten Zurlinden, hinten das Lochergut. Links oben können bei genauem Hinsehen Beteigeuze und Aldebaran entdeckt werden.</a>.</em></p>]]>
        
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    <title>Liricas Analas - «Futur»</title>
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    <published>2010-08-23T18:20:55Z</published>
    <updated>2010-08-23T18:37:55Z</updated>
    
    <summary>SOTW #31-2010 Wenn die Heimat fremd wird Da waren zuerst diese ätzenden Halsschmerzen, die ich mit Salbeitee in den Griff...</summary>
    <author>
        <name>Lea</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lea" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #31-2010<br/><br />
<h3>Wenn die Heimat fremd wird</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_liricas.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_liricas.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Da waren zuerst diese ätzenden Halsschmerzen, die ich mit Salbeitee in den Griff kriegen wollte und deshalb das ganze Büro verstunken habe. Dann war da diese wichtige Präsentation, die irgendwie meine Arbeit der letzten acht Monate in gutes Licht rücken sollte, was, wie erwartet, diplomatisches Geschick und nicht zu wenig Aufwand erforderte. Dazwischen waren die Winterthurer Musikfestwochen. Da kann ich leider echt nichts für. Und jetzt denkt mein Chef, ich wäre verkatert wie ein pubertierender Bühnenroadie gewesen. Vor lauter Schock darüber bin ich nun jedenfalls seit über drei Tagen stimmlos.</p>

<p>Deshalb beschliess ich, mich in meiner Wohnung zu verkriechen, um die Möglichkeit, angesprochen zu werden, auf Null zu reduzieren. Abgesehen von den Selbstgesprächen, die man in den Griff kriegen muss, geht das auch ziemlich reibungslos, wenn man alleine wohnt. Inmitten meines üblichen Mulitasking-Trios, bestehend aus Internet, Fernseher und Buch, fing ich also an, das Wochenende zu „geniessen“. Das Internet und die Bücher brauchte ich für die Ferienvorbereitung, denn der Winter ist im Anmarsch und das heisst, ich muss mich um meine temporären Auswanderungspläne kümmern. Der Fernseher benötige ich aus Einsamkeitsgründen. Am besten Live-Übertragungen, die beruhigen mich enorm. Denselben Effekt verspürte ich damals als Kind, als ich lieber mit offener Türe einschlief, um noch mitzubekommen, wie die Eltern den Abwasch machten. Und hatte ich Glück! – Zwei volle Tage SF-Hüppi-Live: Das Eidgenössische.</p>

<p>Während ich also durch die Lonley Planets von Zentral- und Südamerika blätterte und die Vor- und Nachteile einer Reise durch Panama und Costa Rica, im Vergleich zu einem Trip entlang der Küste Venezuelas mit Abstecher auf eine Karibische Insel abwog, schwangen sich die starken Männer unseres Landes ins Sägemehl. Moment mal. Unseres Landes? Von welchem Teil des Landes reden wir denn da? Sicherlich nicht von meiner Heimat. Ich stellte nach und nach fest, dass mir die verschwitzten Hünen und das pfeiffe- und stumpenrauchende Publikum sowie die „Nachname, Vorname“-Rufkombination fremder waren, als irgendwelche Buschtänze indigener Regenwaldbewohner. Verstört und fasziniert beobachtete ich den Tagesablauf in Frauenfeld, lernte verschiedene Schwünge kennen, jodelte im Stillen mit und bewunderte die Vielfalt merkwürdiger Tätigkeiten, die hierzulande offenbar als Sport betrieben werden (ich sage nur „Steinwerfen“, den Fachjargon hab ich leider vergessen, sorry). Nebenbei entschied ich mich dann für die Reise nach Zentralamerika, obwohl ich mehrmals abwog, ob ich nicht doch auf Heimatentdeckung gehen sollte. Aber ich hielt die Nebenwirkungen des damit verbundenen Kulturschocks für zu gefährlich. Dagegen kann man sich leider nicht impfen.</p>

<p>Die Trachten gefallen mir sehr und auch die Alphörner finde ich immer wieder entzückend. Als mir sehr imponierendes soziales Ritual sei zudem das Abklopfen des mit Sägemehl übersäten Rückens des Verlierers zu erwähnen. Sehr sympathisch. Aber mit meiner Schweizer Realität hat das alles nichts zu tun. Ich kenn es nur aus dem Fernsehen. Es hätte keine Live-Übertragung sein müssen, es hätte genauso gut eine Dokumentation eines fremden, weit entfernten Volkes sein können, das ein spektakuläres Fest feiert, welches so beliebt ist, dass es das grösste Stadion der Welt füllt.</p>

<p>Die Brücke zwischen Tradition und Zukunft zu schaffen, wird für diejenigen Menschen, die in die Tradition reingeboren werden, wohl eine der grössten Herausforderungen der Zukunft werden. Nicht nur im Ausland, sondern offensichtlich auch hier. Musikalisch wird dieser Text deshalb von den Liricas Analas begleitet, welche die tiefe Felsspalte zwischen Herkunft und Modernität hervorragend meistern und mit ihrem letzten Album ein intelligentes, aktuelles und vor allem authentisches Stück Schweizer Identität kreiert haben. </p>

<blockquote>Interpret: Liricas Analas, CH<br>
Album: Analectrica<br>
Song: Futur<br>
Jahr: 2009</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://analas.ch/v2/">Liricas Analas</a>, <a href="http://www.eisladen.ch/liricas-analas-analectrica-p-75.html">Album kaufen oder reinhören</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Schwingend die Auswanderung planen.</p>

<p><em>Artwork: Sandra für sotw</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>K-OS «Crabbuckit»</title>
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    <published>2010-08-15T13:24:08Z</published>
    <updated>2010-08-15T13:35:11Z</updated>
    
    <summary>SOTW #30-2010 Im heissen Topf Wir müssen nur die Zeit überbrücken. Die Zeit bis der nächste freie Tag ansteht, der...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
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        <![CDATA[<p>SOTW #30-2010<br/><br />
<h3>Im heissen Topf</h3><br />
<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_im topf.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_im%20topf.jpg" width="448" height="340" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Wir müssen nur die Zeit überbrücken. </p>

<p>Die Zeit bis der nächste freie Tag ansteht, der nächste Feierabend. Wenn wir ehrlich sind, bedeutet arbeiten meist, dass wir die Zeit auf den Kopf hauen müssen, bis wir wieder nach Hause können. Damit wir unsere Pflicht erfüllen gegenüber Staat und Gesellschaft und mit dem erernteten Lohn  das ersehnte Bier kaufen können. Arbeit macht müde, und so wird das Pflegen der eigenen Bedürfnisse auf den nächsten Feierabend verschoben und von dem auf den übernächsten.</p>

<p>Natürlich Arbeit soll Spass machen, aber wie viele sind wirklich erfüllt von dem was sie tun? </p>

<p>Es geht ja nicht nur um die Freizeit. Manchmal scheint das Leben eine einzige Haltestelle zu sein. Und man sitzt sehnsüchtig auf dem Balkon und wartet bis der Bus kommt.</p>

<p>Im Moment sehnen wir uns nach der nächsten Hitzeperiode, danach geht’s wieder nur um die Abkühlung. Man wird zum passiven Beobachter, in der Kaninchenhaltung, sobald nur das erhoffte eintrifft, kann ich raus auf die Wiese mit den anderen Karnickel Grass fressen gehen, dann wird es endlich… ja wie wird es denn?</p>

<p>Es ist ein bisschen wie mit den Krabben, die sich nicht aus dem Heissen Topf helfen, sondern sich gegenseitig wieder ins kochende Wasser ziehen. Nur, dass da keine anderen Krabben sind, sondern man alleine im Topf schwimmt und zu dumm ist über den Rand zu schauen.</p>

<p>Und ein bisschen Wut kommt auf ob der eigenen Unfähigkeit aber nicht genug, was davon bleibt ist Wehmut. </p>

<blockquote>Interpret: K-OS, CA

<p>Album: Joyful Rebellion</p>

<p>Song: Crabbuckit</p>

<p>Jahr: 2004<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://www.k-osmusic.com/">Offizielle Website</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/K-os">Wikipedia</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=enyOK-5er90">Videoclip</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Aus dem Topf steigen, wild herumtanzen.</p>

<p><em>Artwork: Flickr-User <a href="http://www.flickr.com/photos/33470976@N08/">Salotte1</a> </a>.</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Kana - «Plantation»</title>
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    <published>2010-07-25T10:44:10Z</published>
    <updated>2010-08-29T12:47:47Z</updated>
    
    <summary>SOTW #29-2010 Ich habe keinen grünen Daumen, aber wenigstens einen grünen Grill Grosse Männer sind bereits auf den Trichter gekommen:...</summary>
    <author>
        <name>Hannes</name>
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    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #29-2010<br/><br />
<h3>Ich habe keinen grünen Daumen, aber wenigstens einen grünen Grill</h3></p>

<p><br />
<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="plantation.JPG" src="http://www.songoftheweek.ch/images/plantation.JPG" width="500" height="236" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Grosse Männer sind bereits auf den Trichter gekommen: "Il faut cultiver son jardin", heisst der letzte Satz in Voltaires «Candide ou l'optimisme» und der grosse Lebemann Bernd Stromberg antwortet auf die Frage nach seinen Hobbies in einem Assessment-Center stilecht mit den Worten: "Nun ja ääh, ich bin ja verheiratet… und mach deswegen natürlich viel auf’m Balkon" (S1E8). Das tönt beim manisch-depressiven Boarderline-Chef natürlich gewohnt doof und spiessig, ist in Tat und Wahrheit aber lehrreich und spassig!</p>

<p>Spassig ist auch die Band Kana, die im Stück «Plantation» über ihre erfolglosen Versuche beim Anpflanzen von diversen Früchten und Gemüsesorten von Kokosnüssen über Maniok bis hin zu Ananas und Gurken berichtet. Das einzige Kraut, das schliesslich spriesst, ist dem Bandnamen auffällig ähnlich (eine Pflanze, die in Kombination mit dem Ort "Balkon" übrigens zu freundlichen, aber bestimmten Besuchern führen kann). Das Lied ist ein einziger Spass und dürfte durch den eher eindimensionalen Text auch frankophobe Hörer zum Mitsingen animieren, vorausgesetzt man hat in der Gemüse-auf-französisch-Stunde gut aufgepasst.</p>

<p>Jedenfalls, auf unserem Balkon ist auch einiges los, zum Beispiel Himbeeren und Erdbeeren. Von beiden Sträuchern konnten wir inzwischen schon je 2 Früchte ernten! Die Diskussionen, wie diese insgesamt vier Früchte nun weiterverarbeitet werden sollen, sind noch in Gang, wir können uns einfach nicht darauf einigen, ob wir daraus nun Konfitüre machen sollen oder die Früchte als Winter-Vorrat einfrieren sollen. Bald dürfte auch die erste Tomate reif sein. Wenn es soweit ist, werden wir also beinahe autark leben, da wir unseren Früchte- und Gemüse-Bedarf selber decken und auf Lebensmittelläden nur noch für Fleisch und saure Nudeln angewiesen sind.</p>

<p>Ganz allgemein ist Balkonien ja ein toller Ort, wo man die Füsse hoch- und groovige Musik einlegen und sich spannender Lektüre, kühlen Getränken oder eben der eigenen Plantage widmen kann. Allerdings birgt ein Balkon auch allerhand an Gefahren: Erstens einmal kann man runterfallen, wenn man nicht vorsichtig ist. Zweitens ist man natürlich selten die einzige Person in einem Gebäude, die über einen Balkon verfügt, was teilweise den Spass beeinträchtigt. Wasser tropft von oben, wo ein Nachbar der Legende nach seine Pflanzen mit einem Dusch-Browser giesst und entsprechende Kollateralschäden (Überschwemmungen auf den unteren Stockwerken) in Kauf nimmt. Grill- und Fleischdüfte erschweren die Nachbarschaftliche Eintracht ebenfalls. Dazu kommt, dass man, wenn man schon so ein schönes Kisten-Gärtchen hat wie unsereiner, natürlich auch mal auf die anderen Balkone schielt, um zu sehen, was die Nachbarn denn so machen, also Stichwort Neid. Bei der Wohnung gleich unten an unserer reicht ein kurzer Blick, keine Blumen keiner Art sind dort in Sicht. Schräg links unten jedoch blühen seit Wochen Blumen aller Farben, was den Verdacht auf Doping natürlich bestärkt und deswegen mit einem schalen Beigeschmack verbunden ist. Ausserdem ist dort das Verhältnis zwischen Nutz- und Zierpflanzen völlig aus dem Ruder gelaufen und deswegen eigentlich auch gar nicht so toll. Mehr Balkone kann ich leider nicht sehen, ausser ich lehne mich weit über die Reling hinaus. Aber dann droht Gefahr eins und ich falle runter.</p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Kana, FR</p>

<p>Album: Entre Frères</p>

<p>Song: Plantation</p>

<p>Jahr: 2003<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://nl.wikipedia.org/wiki/Kana_%28popgroep%29">Wikipedia</a>, <a href="http://k.ana.free.fr/">Website</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j0aarzs6mHw">Videoclip</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Blumen giessen und ihnen gut zureden.</p>

<p><em>Artwork: Himbeeren, von mir fotografiert (und danach von mir gegessen)</a>.</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Kings of Leon - «Sex on Fire»</title>
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    <published>2010-07-19T15:00:39Z</published>
    <updated>2010-08-23T18:20:03Z</updated>
    
    <summary>SOTW #28-2010 Wenn geredet wird, wo geschwiegen werden sollte Statt Artwork gibts diesmal ein Video: Giacobbo und Müller über Talkback...</summary>
    <author>
        <name>Lea</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lea" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #28-2010<br/><br />
<h3>Wenn geredet wird, wo geschwiegen werden sollte</h3></p>

<p>Statt Artwork gibts diesmal ein Video: <a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=eef09796-57db-447c-bb30-4e1fc6d16b9a">Giacobbo und Müller über Talkback Nerds</a></p>

<p>Mitmachen, sich einbringen, dabei sein, seine Meinung kundtun, partizipieren, mitmischen oder wie man es auch immer nennen möchte, ist zweifelsohne aufgrund der neuen Medien viel einfacher geworden. Demokratischer - würde man sagen, wollte man es positiv formulieren. „Vollidioten im Diskurs unter sich“ wäre mein Kommentar dazu.</p>

<p>Während man sich in Zeiten der Monarchie darauf verlassen muss, dass der Alleinherrscher ein Guter ist, muss man in Demokratien darauf hoffen, dass das Volk nicht alles vermasselt. Die kürzlich getätigten Abstimmungen hierzulande haben diese Hoffnung leider zutiefst erschüttert. Und während man den Monarchen in der Revolution stürzen und vernichten kann, scheint es beim Volk wesentlich schwieriger die Schuldigen auszumachen. Denkste. Nicht mehr seit dem Internet und der Erfindung der Kommentarfunktion.</p>

<p>In den tausenden von Kommentaren, Feedbacks, Talkbacks etc. zu ohnehin schon uninteressanten Berichten, spiegelt sich das gesellschaftliche Drama wider. Eine Inszenierung so schwarz wie Ebenholz. Auch die Musik bleibt davon leider nicht verschont.</p>

<p>Eigentlich wollte ich etwas über die Songtexte von <em>Kings of Leon </em>in Erfahrung bringen. Denn irgendwie hab ich bisher nie wirklich auf die Lyrics geachtet, da mich schon die Musik der Band voll eingenommen hat. Aber im Zuge einer fundierten Recherche, machte ich den grossen Fehler, mich in die Online-Diskussionen über Songtexte einzulesen. Aus Gründen des Datenschutzes oder ähnlichen Vergehen ist es sicherlich hoch illegal an dieser Stelle die schlimmsten Äusserungen zu zitieren. Abgesehen davon, würde das zu üblen Traumatisierungen der Leser führen und möglicherweise sogar Musikphobien auslösen, was in unserem Kreise doch eher unerwünscht ist. Deshalb überlasse ich es jedem selbst zu entscheiden, ob er sich in die Tiefen des menschlichen Verderbens begehen oder doch lieber den Glauben an die Musik und ihre Hörerschaft beibehalten möchte. Den Unerschrockenen unter euch empfehle ich aber den vielschichtigen Interpretationen des Songs „Sex on Fire“ nachzugehen. Herrlich grausam. Dabei bitte nicht vergessen, dass der Song in Wirklichkeit hervorragend ist.</p>

<p>Die profunde Musikanalyse für einmal anderen überlassend, verabschiede ich mich und hoffe auf viele, unnötige und doofe Kommentare auf diesen belanglosen Text. Wie schön es doch ist, Teil des Schreckens zu sein. Dabei sein ist alles... oder so.</p>

<blockquote>Interpret: Kings of Leon, US<br>
Album: Only by the Night<br>
Song: Sex on Fire<br>
Jahr: 2008</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.kingsofleon.com/">Kings of Leon</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Sich von Grausamkeiten erholen.</p>

<p><em>Artwork: Giacobbo und Müller "Talkback Nerds"</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Herbie Hancock - «Watermelon Man»</title>
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    <published>2010-07-11T19:02:27Z</published>
    <updated>2010-07-11T19:12:11Z</updated>
    
    <summary>SOTW #27-2010 Tag am See Die Musik ist verschwunden. Sie wurde ausgebrannt. Nicht einmal die Fussball Hymnen sind noch im...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
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        <![CDATA[<p>SOTW #27-2010<br/><br />
<h3>Tag am See</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_watermelonman.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_watermelonman.jpg" width="500" height="333" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Die Musik ist verschwunden.</p>

<p>Sie wurde ausgebrannt. Nicht einmal die Fussball Hymnen sind noch im Kopf, obschon sie sich in den letzten Wochen hartnäckig im Ohr gehalten haben. Wacka-Schland, wie war das nochmals? </p>

<p>Von hinten erklingt in unregelmässigen Abständen das Rauschen der Fusspilzduschen. Von vorne kommt das Platschen und Kreischen vom Springturm. </p>

<p>Schatten ist ein knappes Gut, und so wird trotzt Hitze zusammengerückt und gedrückt wo’s nur geht, Tuch an Tuch. Sonnenplätze gibt’s gratis zu erstehen. Wer um zwei kommt, ist zu spät, um drei gehen die ersten wieder.</p>

<p>Von Zeit zu Zeit fahren Autos mit viel „Beat im Bassbereich“ vorbei. Aber auch diese Musik entfernt die Sonne gleich wieder aus den Köpfen. Gesang ist nicht mehr wichtig, Melodie zählt, aber auch die wollen sich nicht halten. </p>

<p>Am Eisstand ist die Schlange 20 Meter lang und hie und da isst jemand gerade eine Wassermelone. Dann setzt endlich der Regen ein und mit ihm kommt auch die Musik zurück.</p>

<p></p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Herbie Hancock<br /><br />
Album: Takin’ off<br /><br />
Song:Watermelon Man<br /><br />
Jahr: 1994<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://www.herbiehancock.com/">Offizielle Website</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: In der Hängematte im Schatten liegen, Wassermelonen essen.</p>

<p><em>Artwork: Flickr-User <a href=http://www.flickr.com/photos/schneller2000/4240709337/">schneller2000</a></em></p>]]>
        
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    <title>Cat Stevens - «Father and Son»</title>
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    <published>2010-06-28T08:04:15Z</published>
    <updated>2010-06-28T09:14:18Z</updated>
    
    <summary>SOTW #26-2010 Von Musik, Nachwuchs und den Lektionen des Alltags Ich weiss nicht, ob an dieser Stelle das Ende des...</summary>
    <author>
        <name>Tobias</name>
        <uri>http://tobistar.com</uri>
    </author>
    
        <category term="Tobias" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #26-2010<br/><br />
<h3>Von Musik, Nachwuchs und den Lektionen des Alltags</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_father-and-son.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_father-and-son.jpg" width="500" height="333" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><br />
Ich weiss nicht, ob an dieser Stelle das Ende des Rock On bereits ausreichend bewehklagt wurde. Es scheint mir: nein. Dabei wird mir immer schmerzlicher bewusst, dass mir seither gewissermassen die musikalische Heimat abhanden gekommen ist. Obwohl ich über die Jahre ein eher sporadischer Besucher war, so war ich doch immer ein treuer Besucher. Denn ich bin auch ein Gewohnheitsmensch. Und viele Plattenläden strahlen bei aller Sympathie für deren dargebotenen Waren auch immer eine Aura der exklusiven Eingeschworenheit aus. Ich werde nie meine ersten Besuche im Crazy Beat, Jamarico und Mono Records vergessen: Es waren Lektionen in freiwilliger Demut. Wie nimmt man eine Platte korrekt in die Finger? Niemand da, der einem das sagt. Nur die kritischen Blicke der Männer hinter der Theke. Deshalb bleibe ich in der Regel mal einem Laden treu, wenn ich seine internen Abläufe kennen und schätzen gelernt habe.</p>

<p>Wenn aber nun die Plattenläden in der Stadt einer nach dem anderen wie eine müde Fliege in der Mittagssonne den Geist aufgeben, dann muss man sich Alternativen suchen. Zum Beispiel: Den Flohmarkt in Uster. Auf die genauen Umstände, die mich dorthin trieben, möchte ich nicht weiter eingehen. Doch durch eine glückliche Fügung des Schicksals verliess ich den Tatort immerhin mit einer Cat Stevens Platte unter dem Arm. Gut erhalten, keine Kratzer - ein wunderbarer Botschafter der 70er Jahre. Endlich: Father and Son auf Vinyl. Mein Leben ist seither besser. Trotz Uster.</p>

<p>Ich mag das Lied - es hat eine zeitlose Eleganz, ist vermeintlich simpel aufgebaut und doch steckt im Text viel Weisheit. Und: in diesem Jahr hat es an Aktualität gewonnen, da die Fortpflanzungsversuche einiger Freunde die ersten Früchte tragen. Doch das ist ein anderes Thema. In beiden Fällen möchte ich auf den wunderbaren Blog <a href="http://rulesformyunbornson.tumblr.com/">Rules for My Unborn Son</a> verweisen: Ein Lesevergnügen auch für Nicht-Väter. Eine Regel fehlt jedoch: Verkaufe nie deine Platten! Hätte mir mein Vater das gepredigt, könnte ich heute mein Geld als schmieriger 90er Jahre Hit-DJ in der Kanzlei verdienen. Oder hätte für meinen 50. Geburtstag bereits das Musik-Programm zusammen. Beides irgendwie sehr schöne Vorstellungen.</p>

<p></p>

<blockquote>Interpret: Cat Stevens<br />
Album: Tea for the Tillerman<br />
Song: Father and Son<br />
Jahr: 1970
</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cat_Stevens">Wikipedia</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Q29YR5-t3gg">Videoclip</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Den nächsten Besuch beim Plattenladen deines Vertrauens planen. <a href="http://www.zueritipp.ch/story/stadtleben/zuerich-ist-eine-scheibe/">Es gibt nämlich noch ein paar.</a> Auch in Zürich.</p>

<p><em>Artwork: Auch Father and Son, von Flickr-User <a href="http://www.flickr.com/photos/nhussein/3593695043/">nhussein</a></em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra and Tra-La-La Band - God Bless Our Dead Marines</title>
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    <published>2010-06-20T21:11:13Z</published>
    <updated>2010-07-25T10:43:40Z</updated>
    
    <summary>SOTW #25-2010 Lost in the Röschtigraben oder Grass kaufen in Biel/Bienne Vor einiger Zeit, als ich noch kein Yuppie-Dink war...</summary>
    <author>
        <name>Hannes</name>
        <uri>http://www.sotw.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #25-2010<br/><br />
<h3>Lost in the Röschtigraben oder Grass kaufen in Biel/Bienne</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_silvermt_spaceship.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_silvermt_spaceship.jpg" width="500" height="324" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Vor einiger Zeit, als ich noch kein Yuppie-Dink war und der Markt und meine Connections in Zürich ungefähr so ausgetrocknet waren wie der Mund nach einem kräftigen Zug an einem Joint, traf ich mich in Biel mit meinem Freund Nicolas (Name geändert), um dort im grossen Stile Marijuana einzukaufen. Laien wie Spiesser fragen sich nun natürlich, wieso gerade in Biel, der alten Uhrmacherdomäne mit seiner Neu-Sachlichen Neustadt, dem See und den doppelt angeschriebenen Strassen. Nun, Biel ist bezüglich Cannabis ungefähr so, wie es Zürich Ende der Neunziger war. Oder wie es ein befreundeter Ortsansässiger mal so treffend sagte:  "Du hast New York für die Kunst, Mailand für die Mode und du hast Bienne für Grass!" Tatsächlich, als ich dort einmal auf dem Weg nach Lausanne einen Zwischenstopp gemacht habe, lief ich auf dem Weg zum Musée Neuhaus (ein Ort der Freude für Bolex-Enthusiasten und Robert Walser Biografen) völlig unverhofft an einem Grasladen der ganz alten Schule vorbei (dem ich natürlich spontan gleich einen Besuch abstattete). Der Verkäufer dort drin war selbst für einen Drogendealer aussergewöhnlich paranoid, dennoch war die Erfahrung insgesamt erhellend.</p>

<p>Nicolas und ich hatten diesmal vor, uns ordentlich einzudecken, jedoch waren wir nicht sicher, wo. Er hatte bereits einige Male am selben Ort, praktischer Weise gleich in der Nähe des Bahnhofs, eingekauft, stand jedoch beim letzten Versuch vor verschlossenen Türen. Ein Hinweis im Fenster ("bin in 5 Minuten zurück") liess ihn damals aber hoffen, obwohl der Zettel schon ziemlich vergilbt aussah. So entschloss er sich, erst mal eine Weile dort zu warten. Ein Mann, der vor dem Haus im Auto sass, bedeutete ihm mit Handzeichen, er möge doch mal etwas näher treten. Als er dies getan hat, fragte ihn der Mann, ob er unter Umständen diese Ecke der Stadt besuchte, um das Heilige Kraut zu kaufen. Es stellte sich heraus, dass der Zettel mit den 5 Minuten bereits einige Zeit dort hing, der Laden aber offensichtlich dermassen viele Freunde und Fans gehabt hatte, dass diese noch immer in regelmässigen Abständen immer wieder dort auftauchten, um zu sehen, ob es vielleicht nicht doch wieder was gibt. Genau diese Leute versorgte der gute Mann von seinem Auto aus. Mangelnder Sinn für Unternehmertum und gewinnbringendes Ausnützen der nie nachlassenden Nachfrage konnte man solchen Typen noch nie vorwerfen.</p>

<p>Also machten wir uns, als wir einige Wochen nach diesem Happyend im Auto wieder dorthin stapften, nicht allzu viele Hoffnungen, die dann auch nicht erfüllt wurden. Immerhin sah ich besagten Zettel aus der Legende nun auch mit eigenen Augen. Etwas ratlos trotteten wir diesem Bach, den es dort irgendwo gibt, entlang in Richtung Altstadt. Dort, wo ich einige Zeilen weiter oben noch zufällig fündig geworden war, war jetzt ein Spielzeugwarengeschäft drin. Wir wurden immer ratloser. Schliesslich traten wir in einen Laden, der Setzlinge aller Formen und Grössen im Angebot hatte. Nicolas war skeptisch. Ich hingegen dachte, wir seien am richtigen Ort, da der Mann hinter der Theke gerade eine ordentliche Petarde am rauchen war. "Äh, Entschuldigung, kann man hier Grass kaufen?" "Non", so der ob der Frage sichtlich genervte Verkäufer, "c’est indiquè à la porte!" "Et vous nous pouvez pas dire, ou on pourrait acheter ça, par hazard?" "Ecoute non, c’est aussi indiqué à la porte!" Dann nannte er uns einen Platz, wo man auf der Strasse einkaufen konnte. Wir verstanden weder den Namen des Platzes, noch wussten wir, wo dieser war. </p>

<p>Wir trollten weiter in der Altstadt rum und fanden uns mit einem nüchternen Nachmittag ab, als uns ein Mann auf der gegenüberliegenden Seite auffällig-unauffällig zu sich hinüberwinkte. Offensichtlich hatten wir zuvor einige Sekunden zu lang und mit einigen Tränen zu viel in den Augen in ein Schaufenster voller Bongs und Wasserpfeifen geguckt, als dass er uns nicht für potentielle Kundschaft halten musste. Wir folgten ihm in einen kleinen Raum mit einem bequemen Sofa, auf dem bereits ein alter Mann sass, der genüsslich am einrauchen war. Wir setzten und dazu und prüften das Angebot. Neben diversen Sorten Indoor (alle aus der Gegend, wie uns der Händler sagte) förderte er auch noch einen wahrlich riesigen Sack – grösse Luftballon – Outdoor zu Tage, das uns allerdings nicht zu begeistern vermochte. Nach dem wir unser Tauschgeschäft abgeschlossen und noch ein wenig geplaudert hatten (die Tür zur Strasse hin war die ganze Zeit offen, so ernst kann es den örtlichen Gesetzeshütern tatsächlich nicht sein), schenkte er uns sogar noch je einen Sack Datteln, da er mit diesen ebenfalls handelte (offensichtlich zu deutlich tieferen Margen). </p>

<p><br />
Hinweise: </p>

<p>Dieser Text wurde nicht von der Tourismusbehörde Biel/Bienne gesponsert.</p>

<p>Diese Geschichte ist Herrn Dunnerund gewidmet, obwohl er sich eigentlich eine Verfilmung gewünscht hatte.</p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra and Tra-La-La Band, CAN</p>

<p>Album: Horses in the Sky</p>

<p>Song: God Bless Our Dead Marines</p>

<p>Jahr: 2005<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Thee_Silver_Mt._Zion_Memorial_Orchestra_%26_Tra-La-La_Band">Wikipedia</a>, <a href="http://www.tra-la-la-band.com/">Website</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Make an educated guess...</p>

<p><em>Artwork: Raumschiff, ein halber <a href="http://www.mathisgasser.ch/ver_aust_2010.html">Mathis</a>.</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Nujabes – «Feather»</title>
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    <published>2010-06-13T07:34:31Z</published>
    <updated>2010-06-13T07:45:56Z</updated>
    
    <summary>SOTW #24-2010 Obsession? Have you ever done it? Listened to a song and the moment that it’s over pressed backward...</summary>
    <author>
        <name>Lea</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Dani" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #24-2010<br/><br />
<h3>Obsession?</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_Nujabes.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_Nujabes.jpg" width="493" height="328" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Have you ever done it? Listened to a song and the moment that it’s over pressed backward to hear it again? And when it finished you do it again, and again, and again. It’s like having a  temporary obsession with this one song.  I can’t be the only one that has had this happen to me. I’m not some sort of music obsessive freak am I?  To be honest I know that I’m not the only one.  My little brother obsesses over songs constantly. He does this in a different way than I do though. I obsess when no one’s around. Blasting that one song constantly from my stereo when I think that no one can hear it. Or when people are around I tend to listen to the song on my I-pod. Burrowing the song deep in to my brain where no one else can hear it, but I can feel it pulsating. Maybe not the most social way of obsessing, but I think that people that aren’t in this obsessive state get annoyed by listening to that same song over and over and over again. My brother on the other hand is a social obsesser. He usually get’s one part of the song stuck in his head and sings it at the top of his lungs till his throat goes soar. Ever heard the heal the world song? He got  Bruce Springsteens 10 second verse stuck in his head and probably repeated it for more than a week. “ WE ARE THE WORLD!!” “ WE ARE THE WORLD!” WE ARE THE WORLD!” Now imagine that in a pretend Bruce Springsteen voice. For a week. Damn it’s even annoying when it’s written.  Another time he got a Dutch hip hop/schlager combination in his head. Marco Borsato and Ali-B’s ‘ wat zou je doen’. It’s another song about making the world better, dedicated to the organization ‘war child’. Sappy as hell and even the rapping is over emotional. He downloaded the song and would blast it for hours at time. Jumping up on the couch, rapping and singing along. Trying to get his best friend to do one of the parts so they could perform it as a duo. </p>

<p>You could  think after these two examples that maybe it’s social obsessing for a good cause. Heal the world, save children in war situations? I had that suspicion for a while as well. Not true though. The song that is currently bombarding the sound waves at my parents house is called ‘ hoeren’ by the dutch hiphop group Flinke Namen. A rough translation of the chorus is as follows; We’ve got hookers in the house, we’ve got hookers in the house, we’ve got hookers in the house, so I’m not going home yet. Now repeat 2 times and end with a drunken slow-motion slur. With off course a funky pumping beat.  I must begrudgingly say though that after hearing the songs a number of times that their often damn catchy and get stuck in your head in a horrible way. Eventually you start singing with him “Yeah man hookers in the house! Hookers hookers yeeaaah hookers!” .  </p>

<p>Luckily though it’s not the hookers song that I have a minor obsession with at the moment. It’s a song by the sadly recently deceased Japanese hip-hop producer Nujabes. One of my roommates boyfriend copied the CD for me and the opening track ‘feather’ has been playing nearly non-stop on my I-pod ever since. I don’t know if it’s the well used piano, the beats or the words, but I’ve been listening to it since last week. I’m sure I’ll get bored of it sooner or later and will move on to a new musical obsession, but until then I think I’ll act like my little brother and share my minor obsession with you. Enjoy! </p>

<blockquote>Interpret: Nujabes<br>
Album: Modal Souls<br>
Song: Feather<br>
Jahr: 2006</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rrG0qkJgPZk">Youtube</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Obsess and annoy.</p>

<p><em>Artwork: Dani für sotw</em></p>]]>
        
    </content>
</entry>

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    <title>Fabulous Trobadors - «Pas de ci»</title>
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    <published>2010-06-06T20:20:42Z</published>
    <updated>2010-06-07T18:46:53Z</updated>
    
    <summary>SOTW #23-2010 Alte Schule Keine Stereoanlage ohne Kassettendeck? Alle meine 47 Kassettli mit Kinderliedern und Märchen sind nun endlich digitalisiert....</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #23-2010<br/><br />
<h3>Alte Schule</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_kasetten_chaos.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_kasetten_chaos.jpg" width="560" height="420" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Keine Stereoanlage ohne Kassettendeck?</p>

<p>Alle meine 47 Kassettli mit Kinderliedern und Märchen sind nun endlich digitalisiert. Falls jemand also mal nicht einschlafen kann, soll er sich bei mir melden. S war ein höllen Aufwand, aber meine Anlage war schon in die Jahre gekommen und nur das Tape-Deck lief noch einwandfrei – an CDs war nicht mehr zu denken. Vor der Entsorgungsrunde mussten also alle noch auf den Compi gespielt werden – denn eine Anlage mit Kassettendeck ist kaum mehr zu finden (ausser die, in der Karre meiner Eltern). Auch die Ton-Qualtiät der Kassetten hatte schon arg gelitten, sollte nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen werden – obwohl ich mir einige Werke wohl auch so nie mehr anhören werde…</p>

<p>Keine Kassetten ohne Ragga</p>

<p>… denn das erste Tape, dass ich in die Digitalisierung retten musste war Ragga Mix 1997. Allerdings musste ich meine Kassettli damals noch dem Linggi in die CD Produktion geben. Der mir jede Seite als One-Track auf CD brannte. Als mir nun beim Zügeln die digitalen Versionen in die Hände fielen, huschte mir das eine oder andere Schmunzeln übers Gesicht, weil die Lieder teils so fürchterlichen sind, dass sie nicht einmal mehr Shazam erkennt. Aber Ragga hört man auch nicht wegen der guten Musik, sondern wegen des Humors. Denn kaum ist ein Lied neu auf dem Markt, wird es einmal durch den Tubler gewirbelt und in Ragga übersetzt. Wer schon mal an einer solchen Party war weiss durchaus den Humor hinter dem Raggamix von ‚Telaphone’ oder ‚I’m every Woman’ (Gechantet von einem Mann…) zu schätzen. </p>

<p>Kein Ragga ohne Beat</p>

<p>… und der wird vom Synthie erzeugt, und scheppert oftmals so, dass einem die Boxen durchdrehen und durch den der kleine Bruder des Reggae in eine Chilbi verwandelt wird. Smarte Texte finden sich im Ragga eher selten, und auch den Trobaduren kann man auf den ersten Blick nicht zu ‚Pas de ci’ gratulieren, aber wenn man das Französisch mal überwunden hat, legt sich dies wieder.</p>

<p><br />
Pas de ci<br />
1992</p>

<p></p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Fabulous Trobadors, FR<br /><br />
Album:Era Pas De Faire<br /><br />
Song:Pas de ci<br /><br />
Jahr: 1992<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://www.fabulous-trobadors.com">Offizielle Website</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fabulous_Trobadors">Wikipedia</a>, <a href="http://www.rfimusique.com/siteEn/biographie/biographie_6154.asp">Radio Bio</a>.</p>

<p><object width="640" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9uz38X4J-UQ&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9uz38X4J-UQ&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="25"></embed></object></p>

<p></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Kassetten digitalisieren.</p>

<p><em>Artwork: kein Artwork ohne Internetzugang</em></p>]]>
        
    </content>
</entry>

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    <title>The Black Keys - «Tighten Up»</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.songoftheweek.ch/archiv/the_black_keys_tighten_up.php" />
    <link rel="service.edit" type="application/atom+xml" href="http://www.tobistar.com/mt-atom.cgi/weblog/blog_id=2/entry_id=937" title="The Black Keys - «Tighten Up»" />
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    <published>2010-06-03T06:46:10Z</published>
    <updated>2010-06-04T13:22:30Z</updated>
    
    <summary>SOTW #21/22-2010 Musik für den Sommer Dieser Text braucht die Sonne. Er braucht kühles Bier, verschwitzte Velo-Rasereien durch die Stadt,...</summary>
    <author>
        <name>Tobias</name>
        <uri>http://tobistar.com</uri>
    </author>
    
        <category term="Tobias" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #21/22-2010<br/><br />
<h3>Musik für den Sommer</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="The Black Keys - Brothers" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_blackkeys_brothers.jpg" width="500" height="460" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><br />
Dieser Text braucht die Sonne. Er braucht kühles Bier, verschwitzte Velo-Rasereien durch die Stadt, Spare Ribs auf dem Grill, Freunde auf dem Kiesplatz, die erfrischende Brise wenn die Nacht dann doch noch kommt. Zu all dem ist nämlich das neue Album der Black Keys der offizielle Soundtrack. Mein Fazit nach zwei Wochen Dauer-Test: Ergebt euch früh und geniesst diese Musik. Widerstand ist zwecklos, Kooperation hingegen wird durch das Gefühl belohnt, endlich mal wieder alles richtig zu machen. Und darauf sollte man anstossen.</p>

<p>Hatte der Sound der früheren Black Keys-Alben noch gut zur kaltnassen Version des diesjährigen Frühlings gepasst, so ist der Einfluss von Danger Mouse beim neuen Album nicht mehr zu überhören. Entstanden ist ein schöner Instant-Klassiker, der der Band endlich auch jenseits des Nischen-Teichs die Aufmerksamkeit verschafft, die sie sich seit <em>The Big Come Up</em> (2002) hart verdient hat.</p>

<p>Bereits 2008 holten die Black Keys für <em>Attack & Release</em> Danger Mouse als Produzenten an Bord, aber der Sound blieb weiterhin spartanisch: Gitarren und Schlagzeug, Verzerrer. Mehr nicht. Nun haben sie ein Tamburin, Klavier, eine funky Orgel und da und dort sogar einen Bass mit im Gepäck. <em>Brothers</em> klingt definitiv weniger direkt als seine Vorgänger, wirkt stärker produziert - aber ein Verrat am eigenen Sound ist es nicht. Auch keine eigentliche Weiterentwicklung, viel eher haben die Black Keys von Schwarz-Weiss auf Farbe gewechselt. Paradigmenwechsel ahoi. <em>Brothers</em> klingt noch mehr nach Südstaaten-Blues und eine zeitlose Melancholie umgibt in vielen Tracks die ironischen Texten mit einer Aura der Autorität. Das klingt gut und macht erst noch Spass beim Hören.</p>

<p>Ein gutes Händchen haben die Black Keys auch bei der Gestaltung des Albums sowie dem Video zu «Tighten Up» bewiesen. Alles zusammen passt wie die Faust auf den Plattenteller, und Ihr alle solltet euch jetzt auch dieses Album besorgen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lmUZGdi7Ty4">Do it!</a></p>

<p><br />
<object width="500" height="303"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mpaPBCBjSVc&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/mpaPBCBjSVc&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>

<blockquote>Interpret: The Black Keys, USA<br />
Album: Brothers<br />
Song: Tighten Up<br />
Jahr: 2010
</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Black_Keys">Wikipedia</a>, <a href="http://www.theblackkeys.com/">Black Keys Website</a>. Auch empfehlenswert: Die vielen Projekte des Mr <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Danger_Mouse">Danger Mouse</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Platz fürs Black Keys-Poster suchen.</p>

<p><em>Artwork: zPhone für SOTW</em></p>]]>
        
    </content>
</entry>

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    <title>Les Sauterelles - «Heavenly Club»</title>
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    <link rel="service.edit" type="application/atom+xml" href="http://www.tobistar.com/mt-atom.cgi/weblog/blog_id=2/entry_id=936" title="Les Sauterelles - «Heavenly Club»" />
    <id>tag:www.songoftheweek.ch,2010://2.936</id>
    
    <published>2010-05-16T12:58:58Z</published>
    <updated>2010-06-20T21:10:52Z</updated>
    
    <summary>SOTW #20-2010 Ob Musik oder Fussball, Hauptsache, es wird gehüpft &quot;Jedesmal wenn der Grasshopper-Club verliert, kann ich eine Woche lang...</summary>
    <author>
        <name>Hannes</name>
        <uri>http://www.sotw.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #20-2010<br/><br />
<h3>Ob Musik oder Fussball, Hauptsache, es wird gehüpft</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="hardturm_3_sma.JPG" src="http://www.songoftheweek.ch/images/hardturm_3_sma.JPG" width="500" height="297" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><em>"Jedesmal wenn der Grasshopper-Club verliert, kann ich eine Woche lang nicht schreiben."</em> - Friedrich Dürrenmatt</p>

<p>Nun, ich habe nicht vor, mich hier und heute über die Sauterelles – die "Swiss Beatles" – auszulassen, ausschlaggebend für die dieswöchige Wahl war alleine der Bandname, der auf Deutsch "Heugümper" bedeutet und auf Englisch – das Zitat oben lässt’s vermuten – Grasshopper. Dies wiederum ist gleichzeitig der Name der tollsten Fussballmannschaft dieser Stadt, dieses Landes, dieses Kontinenten, ja dieser Welt! Grund genug also, dass die Hoppers hier endlich mal thematisiert werden.</p>

<p>Wie wohl die meisten Leser wissen mögen, ist ja bald wieder eine Fussballwelt-meisterschaft, was wiederum die meisten Leute dazu veranlassen dürfte sich im Kollektiv vor riesigen Bildschirmen zu versammeln und Bier zu trinken und ihren Senf dazu zu geben. Was aber die meisten dieser Leute nicht wissen dürften, ist, dass Fussball nicht nur jeden zweiten Sommer (wenn man die nicht minder tollen Europameisterschaften hinzurechnet) stattfindet, sondern an jedem einzelnen Wochenende und manchmal sogar auch noch unter der Woche (das nennt man in der Fachsprache dann eine "englische Woche") gespielt wird!</p>

<p>Und die oben erwähnten Hoppers sind eine dieser Mannschaften, die jede Woche (die unsäglichen und nur schwerlich zu bewältigenden Sommer- und Winterpausen mal ausgeklammert) im Einsatz stehen und das – ein Blick in die ewige Tabelle lässt keine Zweifel offen – äusserst erfolgreich. Eben diese ewige Tabelle war während der letzten paar Jahre der Strohhalm, an den sich jeder Heugümper verzweifelt klammern musste, insbesondere bei Diskussionen mit Fans der anderen Zürcher Mannschaft (den sogenannten "Schlachthofschweinen" oder auch "Strichern" – ein Begriff, der noch aus der Zeit stammt, in der die damalige Nationalliga A nach der Hinrunde in eine Finalrunde und eine Auf-/Abstiegsrunde aufgeteilt wurde, wobei der Strich, den der FCZ praktisch immer von unten  gesehen hat, die Trennlinie markierte – beides Bezeichnungen, die ich selbst natürlich nie verwenden würde, zählen ja nicht wenige solcher Subjekte zu meinem Freundeskreis). Inzwischen spielen die Hoppers ja wieder tollen Fussball und gewinnen dabei auch noch Punkte, so dass man sich nun auch wieder an der aktuellen Tabelle erfreuen kann. </p>

<p>Ich traue mich fast nicht, es zuzugeben, aber mein erstes Nationalliga A Spiel habe ich im Letzigrund gesehen (für komplette Banausen: Jahrzehnte lang war es so, dass dort nur der FCZ gespielt hat, während GC "ennet den Geleisen" im Hardturm beheimatet war, was dieses Geständnis also umso brisanter werden lässt  – auf die Stadionthematik soll zum Schutz meiner Nerven hier übrigens nicht weiter eingegangen werden)! Das war damals, im denkwürdigen Spätherbst 1993, als das entscheidende Qualifikationsspiel der Schweizer gegen Estland anstand (das bekanntlich mit 4-0 gewonnen wurde und die WM-Teilnahme in den USA ermöglichte), der heilige Rasen des Hardturms geschont werden musste und die Grasshoppers ins Leichtathletikstadion ausweichen mussten. GC gegen Servette, damals einer der härtesten Rivalen und heute – wie übrigens auch der andere grosse Club aus der Romandie, Lausanne-Sport – in den Niederungen der Nati B, bzw. neudeutsch in der Challenge League rumdümpelt, war die Affiche, die mit 1-0 ausging. Das Tor – wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht – fiel spät in der zweiten Halbzeit, erzielt durch den unerreichten Mats Gren, nach einem Doppelpass mit dem Niederländer Ron Willems. Namen, die auf der Zunge vergehen wie eine Stadion-Bratwurst mit Bier. </p>

<p>Und weil’s so schön war, hier auch gleich noch einige weitere Protagonisten, die mir viele tolle Nachmittage und Abende im Hardturm (selig) brachten (und auch weil Fussballernamen irgendwie toll sind – Leute die Fussballbildchen sammeln werden dies mit heftigem Kopfnicken bestätigen): Thomas Bickel, der Regisseur mit Turmsicht, Ramon Vega, von dem ich mich an kein verlorenes Kopfballduell erinnern kann, Jorgo Nemtsoudis und Harald Gämperle, die beiden klassischen Aussenbillis, der junge Giovane Elber, der hier den Grundstein für seine tolle Karriere bei Stuttgart und den Bayern legte, Nestor Subiat, der trotz (oder gerade wegen?) seiner <em>die-hard</em> Vokuhila-Frisur Tor um Tor schoss, das Arbeitstier Joel Magnin, der junge Murat Yakin, der sich in Amsterdam mit seinem Warp4-Freistoss-Siegtor in die Annalen schoss (spätere Aktiviäten beim FCB sollen ihm hier mal verziehen werden), der ewige Mäse, zusammen mit dem bereits erwähnten Mats Gren eine der Ikonen der Hoppers in den 1980er und 1990er Jahren, Johan Vogel, der kleine, freche Jungspund, Massimo Lombardo, über dessen missglückte Flanken sich mein Vater wohl heute noch aufregt, der launische Kubi, dem kein Winkel zu spitz war um zu treffen und der bis vor kurzem noch Rekord-Torschütze der Nati war, Viorel Moldovan, der nimmer-Tor-satte Rumäne. Weitere Helden waren dann der wirblige Richard Nunez, der Jahrhundertstürmer Stephane Chapuisat, der späte Alain Geiger, der grösste Abwehrchef, den dieses kleine Land je gesehen hat und sehen wird, der Arbeiter und Antreiber Christoph "Wuschu" Spycher und natürlich der noch immer aktive Zürcher Stadtheilige Ricardo Cabanas. Alles unvergessene Helden, der Heavenly Club der Hoppers der vergangenen 15 Jahre, so zu sagen.</p>

<p>Für diejenigen, die wegen der Musik hierhin gesurft sind, hier noch ein paar Zeilen des Trostes: Ex-Sauterelle und vor allem Ex-Krokodil Düde Dürst hat letztes Jahr ein tolles Album («Back to the groove») veröffentlicht, das ich an dieser Stelle wärmstens empfehlen möchte. Von Tony Vescoli finde ich vor allem «Dä Augie und ich» (Duett mit Augie Meyers (zeitweise Mitglied von Bobbys Studioband)) vom Album «Tegsass» lustig und natürlich auch seine ins Züridüütsch übersetzten Dylan Songs (wo aus "everybody must get stoned" tatsächlich "jede häd emal en stei" wird!).</p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Les Sauterelles, CH</p>

<p>Album: View to Heaven</p>

<p>Song: Heavenly Club</p>

<p>Jahr: 1968<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sauterelles">Wikipedia</a>, <a href="http://www.sauterelles.ch/">Website</a>, <a href="http://www.rogerkaufmann.ch/1_all.htm">ewige Tabelle</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Auf zum Bolzplatz! Oder die Lyrics nachspielen.</p>

<p><em>Artwork: HG und Gimp für sotw (brennende Fankurve beim letzten Spiel im Hardturm)</a>.</em></p>]]>
        
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    <title>Zongamin – «Bongo Song»</title>
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    <published>2010-05-09T17:05:57Z</published>
    <updated>2010-06-13T07:34:07Z</updated>
    
    <summary>SOTW #19-2010 Wenn die Strasse Geschichten erzählt ...Den Abend werde ich wohl nie vergessen, Denn mein Gedächtnis ist oft sehr...</summary>
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        <name>Lea</name>
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        <category term="Lea" />
    
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        <![CDATA[<p>SOTW #19-2010<br/><br />
<h3>Wenn die Strasse Geschichten erzählt</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_zongamin.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_zongamin.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><em>...Den Abend werde ich wohl nie vergessen,<br />
Denn mein Gedächtnis ist oft sehr brutal.<br />
Du riefst: „Auf Wiedersehn“. Ich nickte stumm. – Indessen<br />
Ich wusste: dieses war das letzte Mal.</em></p>

<p>Das ist eine Nacht für hohe Schuhe, denkt sie sich, als sie noch immer klitschnass und nur mit einem Handtuch bedeckt durch ihr Kleider übersätes Zimmer balanciert. Hohe Absätze und ein dunkelrotes Kleid. So würde sie es machen. So würde der Abend perfekt werden. Wie so oft mit den Mädels. Halb angezogen öffnet sie eine Flasche Weisswein und füllt eines ihrer Brockenhaus Weingläser grosszügig bis zum Rand. Und dann noch einmal. Soviel Zeit muss sein. Aus den kleinen Boxen erklingen japanische Töne. Ein elektronisches Kunstwerk aus dem Schosse des Royal College of Art. Sie dreht die Lautstärke auf. Noch ein bisschen Puder und Parfum, ein kurzer Blick in den Spiegel, ein letzter Schluck Wein, ein Zurechtrücken des Kleides. Geld und iPod in die kleinere Handtasche umbiegen und los geht’s.</p>

<p><em>Als ich hinaustrat, hingen ein paar Sterne<br />
Wie tot am Himmel. Glanzlos kalt wie Blech.<br />
Und eine unscheinbare Glaslaterne<br />
Stach in die Augen unbekümmert frech.</em></p>

<p>Einmal Bus, dann Tram und dann wieder Bus. Mit jedem umsteigen werden die Absätze höher, die Röcke kürzer, die Stimmen lauter, die Sprachen vielfältiger. Es riecht nach indischen Essständen, abgestandenem Bier und Abgasen. An einigen Ecken stehen Trauben schöner Menschen, Gelächter ist zu hören. In anderen dunkeln Winkeln der Strasse können alte, betrunkene Männer ihre Schnapsflaschen nicht mehr halten. Es herrscht ein stetiges, unruhiges Treiben. Gehandelt wird wie auf einem arabischen Markt. Doch vor allem liegen Geschichten in der Luft – Geschichten, die das Nachtleben schreibt. Voller Euphorie und Spannung, von Festen und Erfolgen, von Krisen und Niederlagen, von Verlust und Trauer. Diese Strasse ist Zeugin unzähliger beginnender und beendeter Liebschaften, überflüssiger Worte und Dialoge, unzertrennlicher Freundschaften. Pakte wurden geschlossen, Pläne geschmiedet, Differenzen beigelegt oder heraufbeschworen. Die Nächte wurden verklärt und der Morgen schien nie wieder zu kommen.</p>

<p><em>Ich fühlte deinen Blick durch Fensterscheiben.<br />
Er ging noch manche Strasse mit mir mit.<br />
- Jetzt gab es keine Möglichkeit zu bleiben.<br />
Die Zahl ging auf. Wir waren beide quitt.</em></p>

<p>Sie öffnete die Türe. Musik drang ihr entgegen – laut und ihm Gleichschlag mit ihrem Herzschlag. Hinten in der Ecke entdeckte sie die anderen. Sie waren ihr Zuhause, ihre Rettung in der Not, ihre Sisters in Crime, ihr Leben. Eine schöner als die andere, waren sie alle schon sehr gut dabei. Wie so oft. Schön verlässlich.</p>

<p><em>Da lebt man nun zu zweien so daneben...<br />
Was bleibt zurück? – Ein aufgewärmter Traum<br />
Und ausserdem ein unbewohnter Raum<br />
In unserem sogenannten Innenleben.</em></p>

<p>Aschenputtelgeschichten werden erzählt, Räubertochterreisen geplant, Bücher zitiert, Filme zerrissen, Träume verraten, Kleidertausch organisiert, das andere Geschlecht verhöhnt und gebechert. Zwischendurch fliehen sie vor Schinkenverkäufer der Delikatessa, lernen Musiker aus dem hohen Norden kennen, finden klemmende Velos auf der Strasse, rufen Verflossene und Aktuelle an und lachen sich halb tot. </p>

<p><em>Das ist ein neuer Abschnitt nach drei Jahren,<br />
– Hab ich erst kühl und sachlich überlegt.<br />
Dann bin ich mit der Zwölf nach Haus gefahren<br />
Und hab mich schweigend in mein Bett gelegt...<br />
</em><br />
Irgendwann hat sie genug und drückt allen einen dicken Kuss auf die Wange. Draussen regnet es und die frische Luft tut gut. Das Pochen ihrer Absätze ertönt im Gleichschritt mit der Musik, die langsam verhallt. Wieder ist es Zongamin, der einmal mehr das Ende der Nacht einläutet. Geübt winkt sie ein Taxi herbei. Der Chauffeur fragt, wie der Abend denn so war. Gut, erwidert sie, sehr gut, sogar und lächelte zufrieden.</p>

<p><em>Ich weiss, mir ging am 4. Januar<br />
Ein ziemlich guterhaltnes Herz verloren.<br />
– Und dennoch: Würd ich noch einmal geboren,<br />
Es käme alles wieder, wie es war....</em></p>

<blockquote>Interpret: Zongamin, JP<br>
Album: Bongo Song<br>
Song: Bongo Song<br>
Jahr: 2005<br>
Gedicht: Mascha Kaléko: Das letzte Mal</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=R2i2e2ERnU8">Song auf Youtube</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Das Nachtleben auskosten, Gin Tonics bestellen, New Point besuchen.</p>

<p><em>Artwork: Lea für sotw</em></p>]]>
        
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    <title>Sublime - «What I got»</title>
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    <published>2010-05-02T19:31:38Z</published>
    <updated>2010-05-02T20:52:15Z</updated>
    
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        <name>Lu</name>
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        <category term="Lu" />
    
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        <![CDATA[<p>SOTW #18-2010<br/><br />
<h3>Stimmen aus der Vergangenheit</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_truemmer_.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_truemmer_.jpg" width="480" height="288" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>In fremden CD-Sammlung wühlen, hat immer etwas aufregendes. Letzten Samstag, wurde allerdings in meiner gewühlt, und nicht immer fand ich das so aufregend. Alle 10 Minuten rannte jemand in die Lounge  und kam mit einer neuen CD zurück in die Küche, die er der versammelten Zuhörerschaft präsentieren wollte. </p>

<p>Gefunden haben sie Trouvallien, aus längst vergangener Zeit, auf die ich nicht immer stolz bin – und die ich auch nicht alle selbst verschuldet habe.</p>

<p>Sonntags beim aufräumen, präsentierte sich mir ein riesen CD-Turm, unsortiert und durcheinander. Oben drauf thronte erhaben die CD von Sublime (wie passend). </p>

<p>Ähnlich wie mit Vampire Weekend verhält es sich auch mit Sublime, die Lieder sind bekannt, weil sie schon in etlichen Filmen und Werbespots verwurstelt wurden, versucht man sich aber an den Namen zu erinnern herrscht im Hirn plötzlich Amnesie. </p>

<p>In unseren Breitengraden wirds für Sublime wohl auch nicht mehr so hinhauen mit dem Ruhm, löste sich die Band 1996 auf, nach dem ihr Sänger dem Live-fast-die-young-Schicksal zum Opfer fiel. Dieser Tatsache verdanken wir denn auch, dass neben den drei Studioalben, gefühlte 10 Tribute- und Remix-Alben existieren.</p>

<p>Fans von Sublime seien die Long Beach Dub Allstars noch ans Herz gelegt. Denen sich die verbliebenen Bandmitglieder anschlossen.</p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Sublime, USA<br />
Album: Sublime<br />
Song: What I got<br />
Jahr: 1996<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://www.myspace.com/sublime">MySpace</a></p>

<p><object width="480" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0Uc3ZrmhDN4&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0Uc3ZrmhDN4&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="25"></embed></object></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Wohnung vom Dreck befreien, Kartoffelsalat essen.</p>

<p>Artwork: Trümmer der Vergangenheit</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Playgroup - «50 Ways to Leave Your Lover»</title>
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    <published>2010-04-25T19:00:42Z</published>
    <updated>2010-04-25T21:30:59Z</updated>
    
    <summary>SOTW #16/17-2010 Zu Gast bei Freunden Heute war ein guter Tag. Ich packte alle meine Gedanken in einen Rucksack und...</summary>
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        <name>Tobias</name>
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        <category term="Tobias" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #16/17-2010<br/><br />
<h3>Zu Gast bei Freunden</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="lastfm_bar.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/lastfm_bar.jpg" width="500" height="332" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Heute war ein guter Tag. Ich packte alle meine Gedanken in einen Rucksack und machte mich auf, den Weg der musikalischen Erkenntnis mal wieder zu erkunden. Ich ging schon ein gutes Stück durch mittelmässige Soundkulissen, als plötzlich aus dem Nebel rechts am Wegrand ein Gasthaus auftauchte. Es war mir von frühen Wanderungen <a href="http://www.songoftheweek.ch/archiv/ben_kweller_different_but_the_same.php">bekannt</a>, also trat ich näher heran. Die einst schöne rote Fassade war nun mit Plakaten überklebt, was mich jedoch nicht davon abhielt, weiter auf den Eingang zuzusteuern. Doch dann bemerkte ich eine weitere Veränderung: Die Tür stand nicht mehr weit offen wie früher, sondern es wurde in der Zwischenzeit ein schweres Tor vor dem Eingang angebracht. Als ich das Tor öffnen wollte, tauchte wie aus dem Nichts plötzlich ein quadratisch wirkender Mann auf und versperrte mir den Weg. Er liess sich erst mit etwas Bargeld besänftigen und endlich konnte ich eintreten. </p>

<p>Im Innern war schon ziemlich viel los. Rock, Indie-Rock und Indie warfen in einer Ecke Dart-Pfeile gegen Songs und verstritten sich immer aufs Neue, wenn zwei den gleichen Song getroffen hatten. An einem verrauchten Tisch in der Mitte des Raumes sassen R'n'B, Hip Hop und Rap und diskuttierten über Sinn und Unsinn von Bindestrichen und ob sie Hip-Hop auch an den Tisch lassen sollten. Dabei tranken sie jedoch so viel Cognac, dass sie bald vom Thema abkamen und sich nur noch gegenseitig lustige Begriffe an den Rücken klebten.</p>

<p>Als ich so orientierungssuchend im Raum stand, kam schnell jemand auf mich zu und fing an eine lange Liste von Konzerten zu rezitieren, von denen er überzeugt war, damit meinen Geschmack zu treffen. Und tatsächlich waren einige Namen darunter zu finden, die mir gut gefielen - die meisten hatte ich jedoch noch nie gehört. Irgendwann verstummte er und ich konnte weitergehen. Vorbei an einem Tisch, wo mit langen grauen Bärten die Beatles, Radiohead und Muse gelangweilt mit ihren VIP-Schildchen spielten, nahm ich Platz an der Bar und klopfte den Gorillaz auf die Schultern. Ich bat um Rat: Wo spielt die Musik, die mir gefällt? Damon Albarn nahm mich zur Seite und deutete auf einen Raum, der mit "Electro-Cover" angeschrieben war. Zum Abschied sagte er noch etwas von Subwoofern, aber ich öffnete schon die Tür und hörte ihn nicht mehr.</p>

<p></p>

<blockquote>Interpret: Playgroup, UK<br />
Album: Playgroup<br />
Song: 50 Ways to Leave Your Lover<br />
Jahr: 2001
</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qhZAgOoj9Vs">Song bei YouTube</a>, <a href="http://www.myspace.com/playgroup">Playgroup bei MySpace</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Relaxen.</p>

<p><em>Artwork: Muse und Radiohead trinken im Gasthaus Last.fm um die Wette. Bild von Flickr-User <a href="http://www.flickr.com/photos/annieominous/4301778664/">Annie Ominous</a></em></p>]]>
        
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