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    <title>SOTW | Song Of The Week</title>
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    <updated>2011-09-21T15:34:18Z</updated>
    
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    <title>Selah Sue - «Peace of Mind»</title>
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    <published>2011-09-21T15:23:04Z</published>
    <updated>2011-09-21T15:34:18Z</updated>
    
    <summary>SOTW #18-2011 Ich schwör, ich wär so gern Musikredaktör Ein Sommer ohne Sonne ist hart, aber härter ist ein Sommer...</summary>
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        <name>Lu</name>
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        <category term="Lu" />
    
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        <![CDATA[<p>SOTW #18-2011<br/><br />
<h3>Ich schwör, ich wär so gern Musikredaktör</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_zeitschriftenstapel.JPG" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_zeitschriftenstapel.JPG" width="360" height="480" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Ein Sommer ohne Sonne ist hart, aber härter ist ein Sommer mit Sonne und Wochenendschichten. Was bleibt einem da übrig, wenn man in der Hitze sitzt, aber nicht die Möglichkeit hat sich zwecks Abkühlung ins Wasser zu flüchten? Genau, man flüchtet sich in Fantasiewelten. Aber nicht zu lang, denn die Arbeitszeit ist am Wochenende verkürzt. Und nicht zu anspruchsvoll, denn man will sich ja nicht im Niveau steigern, sondern seiner Aufgabe anpassen, damit man bereit ist, wenn die Arbeit ruft. Die beste Fantasiewelt also ist die Frauenzeitschrift. Sie gaukelt einem vor, dass für alles eine Lösung existiert, wenn man nur lange genug reinschaut. Ich halte es darum am Wochenende nicht mit <a href="http://youtu.be/36oMNe8nPGs">Steff la Cheffe</a>, denn dann sind Bünzlitipps genau richtig. </p>

<p>Beim Streunen durch die Hochglanz-Fantasiewelt, erreicht man irgendwann, bzw. gleich zu Anfang die Abteilung Musikkritiken. Aber wie wird man denn Musikkritiker bei einer Frauenzeitschrift, wie sieht die Musikredaktion aus? Kriegt irgend ein Praktikant die CDs auf den Tisch und darf sich daran austoben, bevor er auf das Wesentliche, also die Schminktipps losgelassen wird? Oder macht das der Chefredakteur so nebenbei? Kann man vom CD-Kritiken schreiben leben und darf man diese am Ende behalten?  Beim Vergleich der einzelnen Kritiken kam mir aber ein brutaler Verdacht nämlich, dass pro 15 Zeitschriften, eine einzige Person alle Kritiken schreibt (und falls diese Person SOTW-Leser sein sollte, ich helf dir gerne beim schreiben - bitte!). Anders kann ich mir kaum erklären, wieso in jeder Zeitschrift, die ich an meinen Wochenendschichten in den Händen hatte, die CD von Selah Sue besprochen und immer dieselben drei Sätze erwähnt wurden, der Prince findet sie gut und Raggamuffin ist nicht schlecht. Und da ich nicht immer meinen Kopf nur in Zeitschriften stecken konnte hab ich mal reingehört. </p>

<p>Fazit: auch ich bin ein Fan und Raggamuffin ist nicht schlecht, aber Peace of Mind gefällt mir besser. Milow hat sie entedeckt, denn sie ist Belgierin, Patrice hat sie produziert und Cee-Loo hat sie auf sein Album geholt. Die Stimme ist eingängig. Einige Songs sind noch nicht richtig ausgefeilt, weil der Text zu lang für die Musik ist. Das Album ist gut, aber beim Hören überkommt einem das Gefühl, da kommt sicher noch mehr, aber mehr wird wohl noch bis zum nächsten Album warten müssen. </p>

<p><br />
<iframe width="420" height="25" src="http://www.youtube.com/embed/9gnabY-75m8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><br />
Internet: <a href="http://www.selahsue.com/">Website</a>, <a href="http://www.myspace.com/selahsuemusic">MySpace</a></p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Selah Sue<br><br />
Album: Selah Sue<br><br />
Song: Piece of Mind<br><br />
Jahr: 2011<br />
</blockquote></p>

<p><br />
Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Heftli verrisse. </p>

<p><em>Artwork: Stapelismus </em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Nancy Sinatra &amp; Lee Hazlewood - «I&apos;ve been down so long (it looks like up to me)»</title>
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    <published>2011-09-11T10:55:28Z</published>
    <updated>2011-09-11T11:14:28Z</updated>
    
    <summary>SOTW #17-2011 Über Süsswaren Ja, ich bin ein Honigglaslöffler. Ich gebe es zu. Und schämen Sie sich, wenn Sie dabei...</summary>
    <author>
        <name>Hannes</name>
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    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
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        <![CDATA[<p>SOTW #17-2011<br/><br />
<h3>Über Süsswaren</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="steinschleuder_hicont.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/steinschleuder_hicont.jpg" width="500" height="333" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Ja, ich bin ein Honigglaslöffler. Ich gebe es zu. Und schämen Sie sich, wenn Sie dabei jetzt irgend eine schlüpfrige Schweinerei vermuten. Das Wort beschreibt genau das, was ein Honigglaslöffler tut. Ein Honigglaslöffler ist jemand, der, wenn er weder Schokolade noch Eis noch m&ms noch Brot in seiner Vorratskammer hat und dieses äusserst starke Verlangen nach Süssem verspürt, zum Löffel greift und damit den (bitte Metall-harten) Honig aus dem Glas löffelt und der Zunge zuführt. "Schlimm!" denken Sie jetzt? "Was für ein mieser alter Zucker-Junkie!" schreien Sie? Tatsächlich ist dieser Zustand für mich persönlich ein Fortschritt, denn lange war ich ein blühender Verehrer der notorischen wie köstlichen Verbindung "Butter-Zucker".*</p>

<p>Ich wäre es auch heute noch, würde sich bloss Butter in meinem Kühlschrank befinden! Tatsächlich wollte ich mir vor ein paar Tagen ein Fertigmenu kochen, wofür es neben dem eigentlichen Sack mit Pasta und Instant-Saucenpulver noch genau zwei Zutaten meinerseits brauchte. Wasser und – man ahnt es – Butter. Einerseits ist es natürlich tragisch, dass ich keine Butter besitze, aber andererseits muss man konstatieren, dass ein Fertiggericht-Produzent, der vom Käufer verlangt, weitere Zutaten zur Hand zu haben um das Ding überhaupt kochen zu können, rein gar nichts über seine Zielgruppe weiss!</p>

<p>Tja und so bin ich also zum Honiglöffler geworden. Vielleicht noch ein, zwei Worte zum Thema Honig: Unter diesem Begriff verstehe ich Honig in kristallisiertem Zustand. Die flüssige Variante existiert für mich nicht und ist bloss etwas für Kretins, die nichts dagegen haben, dass ihnen ihr klebriger Brotaufstrich vom Brot runter über die Finger, die Hände und rein in die Ärmel läuft. Ebenso klar ist, dass Honig im Kühlschrank gelagert gehört. Ihn draussen zu lagern, ist ebenso töricht wie gefährlich. Jeder weiss, dass die Bienen, sobald sie den Honig riechen, mit dem gesamten Stock angeflogen kommen, um den Honig zurückzuholen und den Dieb bzw. den Besitzer des Honigs zu stechen. Wohnt man in der Nähe von Bären, droht einem sogar noch grösseres Ungemach!</p>

<p><br />
* Für Interessierte: Hierfür nehme man eine Tasse, die man normalerweise für das Getränk "Tee" verwenden würde. Man gebe (am besten bereits leicht schmelzende) Butter sowie Zucker nach Lust und Laune hinzu. Dann nehme man ein Messer und halte es senkrecht zum Boden der Tasse und schwinge schnell und intensiv dem Rand der Tasse entlang, bis sich die beiden Zutaten zu einem nahrhaften Mahl zusammengefunden haben. Weicheier bzw. tatsächlich hungrige Leute essen dazu noch Brot (das ich auch nicht habe, sonst müsste ich den Honig ja nicht löffeln, sondern könnte ihn da drauf streichen, wie ein Mensch).</p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Nancy Sinatra & Lee Hazlewood</p>

<p>Album: Nancy & Lee</p>

<p>Song: I've been down so long (it looks like up to me)</p>

<p>Jahr: 1969<br />
</blockquote></p>

<p><br />
Internet: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=stp2hCsOFGY">Youtube</a></a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Löffeln und zwar kräftig!</p>

<p><em>Artwork: Riesensteinschleuder (von Künstler "El Barto"?).</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Bon Jovi - «Raise your hands»</title>
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    <published>2011-09-04T10:53:49Z</published>
    <updated>2011-09-11T10:55:00Z</updated>
    
    <summary>SOTW #16-2011 Wills eso lang &quot;hair&quot; isch Neulich, als ich nach einem harten Nachmittag draussen im Kommerz-Sprawl Dietikon-Spreitenbach, bei dem...</summary>
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        <name>Hannes</name>
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    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
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        <![CDATA[<p>SOTW #16-2011<br/><br />
<h3>Wills eso lang "hair" isch</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="bj_raiseyourhands.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/bj_raiseyourhands.jpg" width="500" height="296" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p><br />
Neulich, als ich nach einem harten Nachmittag draussen im Kommerz-Sprawl Dietikon-Spreitenbach, bei dem ich unter anderem meinen Mietwagen zu Bruch gefahren hatte, endlich von der Europabrücke in die Badenerstrasse einschwenke und mich auf ein geruhsames geradeaus-dahingondeln bis zu meiner Haustür eingestellt hatte, fand ich mich plötzlich mitten in einem riesigen Stau wieder, der bis nach vorn zum Letzigrund (und - wie sich dann noch herausstellen sollte, auch darüber hinaus) reichte. Grund war ein Konzert. Ein Konzert von Bon Jovi. Als ich mich dann im ersten Gang endlich zum Stadion vorgeholpert hatte (R.I.P. Kupplung), sah ich dass sich bereits einige Fans an den rostigen Stangen sitzend versammelt hatten, um ja als erste ins windige Rund eingelassen zu werden. Ehrlich Leute, ihr seid so ziemlich genau 25 Jahre zu spät um damit noch cool zu sein.</p>

<p>Ich selber war auch mal an einem Bon Jovi Konzert, so vor etwa 15 Jahren und das war - jedenfalls aus heutiger Sicht betrachtet - bereits damals schon nicht mehr cool. Richtig cool wars nämlich vor allem in den 80ern, genauer gesagt die Zeit rund um die Scheibe «Slippery when wet», dem <em>chef-d'oeuvre</em> der Truppe. Neulich las ich im Tagi, dass jemand auf die Frage "Welches Lied pfeifen Sie unter der Dusche?" mit "«Slippery When Wet» von Bon Jovi" geantwortet hat. Meines Wissens gibt es jedoch gar keinen Song dieses Namens, sondern nur das Album. Das ist ja mal ein seriöser Duscher, der gleich ein ganzes Album pfeift! Allerdings einer mit Geschmack, denn dieses Album enthält intergalaktisch geile Songs wie «You Give Love a bad name», «Living on a prayer», «Wild in the Streets», «Wanted», «I'd die for you» und natürlich den ultimativen Heuler «Raise your hands», der unverständlicherweise im Vergleich zu den anderen Songs etwas weniger bekannt ist, jedoch bis heute (Quelle: youtube.com) als Konzert-Opener herangezogen wird. «Raise your hands» ist euch allen ja bekannt aus «Spaceballs». Zu diesem Song werden nämlich Lonestar - so etwas wie Luke Skywalker und Han Solo in Personalunion - sowie sein Freund, der Möter - halb Mensch, halb Köter (und sein eigener bester Freund) - in die Handlung eingeführt.</p>

<p>Eigentlich ging es ja darum, dass ich mitteilen wollte, wieso dies die coolste Zeit der Band war und - es kommt gleich - es damals eben auch cool war, Fan der Band zu sein. Der Grund ist ebenso simpel wie offensichtlich: Die Haare!</p>

<p>Da ich die von der Chefredaktion vorgegebene Mindestanzahl an Zeichen mit dem Text oben nicht erreicht habe, hier noch einige Dinge, die endlich mal gesagt werden müssen: Der Uhu, der in meinem neuen Innenhof sein Unwesen treibt, soll endlich die Klappe halten! Mayonaise oder irgendeine Creme irgendwelcher Art hat in einem Sandwich nichts verloren, ausser es wird in Guantanamo Bay serviert! Und schliesslich: Was sagt man, wenn einem der Kellner fragt, ob das Essen, das er vor 5 Minuten gebracht hat und das man jetzt isst, gut ist, man es aber nicht gut findet, dies aber gar nicht erwartet hat sondern nur gezwungen war, mal irgendwo abzusitzen und sich der Nahrungsaufnahme zu widmen und nur aus Gewohnheit bzw. aus Konvention zusammen mit dem Fleisch noch irgendwelchen Salat und laatschige Pommes bestellt hat und es einem völlig egal ist, wie das ganze schmeckt? Antwort: "Ja ist super, Danke!". </p>

<blockquote>Interpret: Bon Jovi, New Jersey

<p>Album: Slippery when wet</p>

<p>Song: Raise your hands</p>

<p>Jahr: 1986<br />
</blockquote></p>

<p><br />
Internet: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mcYkb0lSSI0">Live aktuell</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OfOIT8kj8eU">Spaceballs-Ausschnitt</a>, leider gibt's von dem Song kein Video, deswegen hier zwei Klassiker aus der besagten Epoche: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KrZHPOeOxQQ&ob=av2e">YGLABN</a> & <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lDK9QqIzhwk&ob=av3e">LOAP</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Ja was wohl? Händ ufä!</p>

<p><em>Artwork: Irgendwo in Okzitanien.</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>PeterLicht - «Sonnendeck»</title>
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    <published>2011-08-22T13:48:09Z</published>
    <updated>2011-08-22T13:59:48Z</updated>
    
    <summary>SOTW #15-2011 Wo bist du? Er ist zurück, der Sommer, wenn auch nur kurz und nur um meine Theorie zu...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #15-2011<br/><br />
<h3>Wo bist du?</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sonnendeck_sotw.JPG" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sonnendeck_sotw.JPG" width="480" height="360" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Er ist zurück, der Sommer, wenn auch nur kurz und nur um meine Theorie zu wiederlegen, dass sich die Jahreszeiten umkehren und wir innerhalb der nächsten zehn Jahre Winter im Sommer haben werden und umgekehrt, was die grosse Diskussion starten wird, ob wir Weihnachten dann nicht am 24. Juni Feiern sollen.</p>

<p>Und immer wenn die Sonne so scheint gibt es nur eine richtige Antwort auf die Frage: Wo bist du gerade?</p>

<p>„Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck...“</p>

<p>Und wenn ich am Wochenende wieder einmal arbeite, stelle ich mir vor, dass das mein blauer Bürostuhl ist, der im Video seine ersten, zaghaften Schritte in die grosse Welt wagt, und ich mich nur genug stark festhalten muss, damit er mich mitnimmt.</p>

<p>„Und alles was ist dauert drei Sekunden, eine für vorher, eine für nachher, eine für mittendrin...“</p>

<p>PeterLicht ist aber nicht lustig wegen Sonnendeck, sondern auch spannend als Künstler.  So schreibt er Bücher, die er dann auch vertont und in Theaterstücke packt. Seine Kunst ist also Transmedial. Die Videos sind immer etwas ausgefallener und aussergewöhnlich. Frei vom Hochglanzschmu und überästhetisierten Bildern mit denen uns MTV zur Zeit eindeckt. Mit dem Einfachen das ganz Grosse einfangen, das ist PeterLichts Kunst.  Und so kann ich auch seine Bücher nur zur Lektüre empfehlen, am Besten auf dem Sonnendeck...</p>

<p>„... oder im Aquarium...“</p>

<p></p>

<blockquote>Interpret: PeterLicht<br>
Album: Vierzehn Lieder <br>
Song: Sonnendeck<br>
Jahr: 2001
</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://http://peterlicht.de/">Website</a>, <a href="http://peterlicht.de/damals/">Web 1.0 Site</a></p>

<p><iframe width="420" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/Ck6BCzMcKiE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Auf dem Sonnendeck liegen, Buch lesen, andere mit Nachrichten ärgern.</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Affe Maria - «Die Sonne geht auf»</title>
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    <published>2011-08-07T20:50:38Z</published>
    <updated>2011-08-18T09:13:11Z</updated>
    
    <summary>SOTW #14-2011 Wer hat&apos;s erfunden? Ich teile nicht gerne, besonders nicht mit den ganz grossen Massen, sprich den Charts-Hörern. Schon...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #14-2011<br/><br />
<h3>Wer hat's erfunden?</h3></p>

<p><br />
<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_spasspolizei1.tiff.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_spasspolizei1.tiff.jpg" width="450" height="337" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p></p>

<p><br />
Ich teile nicht gerne, besonders nicht mit den ganz grossen Massen, sprich den Charts-Hörern. Schon seit Jahren bin ich Mitglied der Indie-Spass-Polizei, jener Gruppe von Musikhörern, die gerne neues entdecken, und diese Entdeckungen im Freundeskreis anpreisen, oder auf SOTW ausschreiben, also Klugscheissen. „uaa, kennst du schon?“ „aber hast du das Tape von XY gehört.“ „Wenn du den magst, magst du vielleicht auch den.“ Denn genau so sehr ich nicht mit der grossen Masse teile, so gerne stecke ich Leute an mit meiner Musik. Ja meine Musik, ein Fussballfan spricht ja auch von seiner Mannschaft. </p>

<p><br />
Und diese Mitgliedschaft nimmt einige Zeit in Anspruch, man liest Fachliteratur, surft im Netz und informiert sich über neue Strömungen und Stile. Will up to date bleiben, nichts verpassen, wer mit wem, wo, wann und vor allem wie?! Schliesslich ist man Hörer, nicht einfach Konsument. </p>

<p><br />
Als Indie-Spass-Polizist kommt man aber schnell in Konflikt mit sich selbst, spricht der eigene Künstler plötzlich die Massen an, die man selbst so verabscheut. Man selbst hat ihn ja entdeckt und eigentlich soll nur geteilt werden mit netten Menschen, die handverlesen wurden. Menschen, denen man das Tape eigenhändig in die Hand gedrückt hat, die Limited Edition für die Guten. In 90% aller Fälle hat die gewonnene Popularität eines Musikers aber auch mit einem Seelenausverkauf an den Kommerzteufel sprich mit Qualitätsverlust zu tun, und es fällt leicht ihn mit einem müden Lächeln fallen zu lassen: „Ach weißt du, früher, als die Black Eyed Peas noch Hiphop machten...“ „Du solltest dir mal ihre frühen Alben anhören, jetzt ist das ja nur noch Ausverkauf, für den Musikkonsumenten, als Zuhörer spricht mich das gar nicht an.“</p>

<p><br />
Was aber wenn eine gute Band nie wirklich Indie-Underground war? Oder man sie zu spät entdeckt hat? Auf der einen Seite will man unbedingt jeden neuen Track hören, auf der anderen Seite, ist man plötzlich nicht mehr die erste, die den neuen Track gehört hat.  Man spürt die Hand des Kommerzteufels am Hals, der statt des Charts-hörer-Geissbocks plötzlich doch die Hörer-Seele am Schlafittchen hat. Ein entkommen gibt es hier nur über die Kopie. „Kennst du Affe-Maria? Klingt wie Peter Fox, aber noch etwas struber, frischer und irgendwie anders.“ Und strub ist immer gut. Und Affe Maria auch, ich sags euch. Schliesslich gehör ich zur Indie-Spass-Polizei.</p>

<p></p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Affe Maria<br><br />
EP: Destroyer<br><br />
Song: Die Sonne geht auf<br><br />
Jahr: 2011<br />
</blockquote></p>

<p></p>

<p>Internet: <a href="http://soundcloud.com/affemaria">Soundcloud</a>, <a href="http://www.myspace.com/danielkarelly">MySpace</a></p>

<p><iframe width="560" height="25" src="http://www.youtube.com/embed/hmkePGWGvWM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: In der Hitze sitzen und Bier trinken</p>

<p><em>Artwork: Spass-Polizei-Advisory</em><br />
</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Bebo &amp; Cigala - «Corazón Loco»</title>
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    <published>2011-07-06T08:40:22Z</published>
    <updated>2011-07-06T09:07:33Z</updated>
    
    <summary> SOTW #13-2010 Oye, wie das glitzert Heute muss ich ganz entgegen meinem sonstigen Sarkasmus den Kitsch proklamieren. Kitsch „[der;...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p><br />
SOTW #13-2010<br />
<h3>Oye, wie das glitzert</h3><br />
<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="ronda_sotw.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/ronda_sotw.jpg" width="270" height="360" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Heute muss ich ganz entgegen meinem sonstigen Sarkasmus den Kitsch proklamieren. </p>

<p><strong>Kitsch</strong><br />
<div style="text-indent:20px;">„[der; vielleicht von mundartlich kitschen, „Straßenschmutz zusammenkehren“]</p>

<div style="text-indent:20px;">um 1870 im Münchner Kunsthandel entstandenes Wort, das ursprünglich billigen <div style="text-indent:20px;">Kunstersatz bezeichnete. Heute wird der Begriff abwertend, wenn auch nicht im <div style="text-indent:20px;">Sinn eines absoluten ästhetischen Urteils, dazu benutzt, ein Produkt als pseudo- <div style="text-indent:20px;">künstlerisch als etwas, das „höhere Werte“ nur vortäuscht, zu kennzeichnen. Die <div style="text-indent:20px;">Ausdrucksmittel des Kitschs sind selten originell, wirken häufig grotesk und <div style="text-indent:20px;">appellieren besonders an eine unkritische Aufnahmebereitschaft und den Sinn für <div style="text-indent:20px;">das Modisch-Gefällige. Die Grenze zwischen Kunst und Kitsch ist nicht eindeutig, <div style="text-indent:20px;">u. a. kann Kunst auch durch die Rezeptionsweise verkitscht werden.“ </div>
<div style="text-indent:20px;">Quelle: <a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/unterhaltung/index,page=1164604.html"> Wissen.de</a> </div>

<p><br />
Strassenschmutz also, bzw. unechte Kunst. Opium fürs Volk, das dies unkritisch aufnehmen soll. Kitsch ist also nicht erlaubt, sondern verachtet. So hat sich meine Kollegin Isabelle Badeschlappen gekauft mit dem Kommentar: „Die glitzern so heftig, die klaut mir sicher niemand.“ Selbiges gilt für Musik. Sobald da wer mit Romantik-Schmu ankommt ist er entweder Xavier Naidoo oder Schlagersänger – also unerträglich.  </div></p>

<p><br />
Das Problem mit Schlagern ist, dass er so gefühllos daher kommt. In den 50ern wurden die Lieder mit einer Leidenschaft geträllert, dass einem angst und bang wurde, heute ist Schlager nichts anderes als Popkonserve für Rentner. Und der Musikantenstadel, Top of the Pops für Pensionierte. Also sind wir wieder beim Strassenschmutz angelangt. </p>

<p><br />
Interessant auch, das Kitschverbot gilt nur für deutsches Liedgut, vielleicht weil das Wort in Deutschland entstanden ist? So hat mir mein italienischer Hinternebensitzer bei der Arbeit einige Lieder von Lucio Battisti gezeigt, die sein Mami gerne an ihrem Geburtstag von ihm gehört hätte. Angekündigt das ganze mit den vielsagenden Worten:  „weißt du, wenn du den Text verstehst, kommen dir fast die Tränen.“ Mein knapper Kommentar dazu: „ah italienischer Schlager.“ So schnell musste ich noch nie flüchten, und die zwei darauffolgenden Tage sprach er nur knappe Sätze mit mir.</p>

<p><br />
Und doch verfällt man dem Kitsch, verweilt man längere Zeit in den Mittelmeergefielden. Sei es die Luft, die fünfhundert Burgen oder die zwanzig Kathedralen, die man – sprich ich, in Ferien gesehen hat, dies alles kocht einem weich, führt zur oben erwähnten unkritischen Aufnahmebereitschaft und macht einem gefällig für alles was auf einen einplätschert also besonders für den Kitsch.  Als ich dann in Ronda bei einem Glas Tinto di Verano (Gspützer Rotwein) sass und mir Bebo y Cigala reinzog, war ich folglich dem ganzen nicht abgeneigt. Und weil Kitsch nahe am Wahnsinn ist hier für euch: Corazón Loco.</p>

<p></p>

<p><br />
<blockquote><br />
Interpret: Bebo & Cigala<br />
Album: Lágrimas Neras <br />
Song: Corazón Loco<br />
Jahr: 2004<br />
</blockquote></p>

<p></p>

<p>Internet: <a href="http://www.oldmanbebo.com/<br />
">Bebo Valdés</a>, <a href="http://www.elcigala.com/<br />
">Diego el Cigala</a></p>

<p><br />
Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Tinto die Verano trinken, Kunstimitate kaufen, auf der Terasse einen riesen Fisch essen</p>

<p><iframe width="560" height="25" src="http://www.youtube.com/embed/lnbk-sAJmQc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><em>Artwork: Ronda </em><br />
</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Primal Scream - «Don&apos;t fight it, feel it»</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.songoftheweek.ch/archiv/primal_scream_dont_fight_it_fe.php" />
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    <published>2011-06-12T18:43:14Z</published>
    <updated>2011-09-04T10:52:02Z</updated>
    
    <summary>SOTW #12-2011 Urschrei aus dem britischen Underground Tanzmusik im postmodernen Sinne mit Instrumenten herzustellen war die Leidenschaft von Primal Scream....</summary>
    <author>
        <name>Hannes</name>
        <uri>http://www.sotw.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #12-2011<br/><br />
<h3>Urschrei aus dem britischen Underground</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_12-11_Mathis_Malevich_hic_sma.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_12-11_Mathis_Malevich_hic_sma.jpg" width="500" height="427" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Tanzmusik im postmodernen Sinne mit Instrumenten herzustellen war die Leidenschaft von Primal Scream. An der ersten Street Parade dürfte zum heutigen Song of the Week kraftig abgedanced worden sein. Damals hatte ich als Rocker natürlich 0 Verständnis für solchen Sound, solche Leute und solche Veranstaltungen. Aber damals wusste ich noch nicht, was Drogen bewirken können (heute kann ich dies dank Kino und Suchtpräventions-Broschüren ungefähr erahnen). So muss ich aus heutiger Sicht sagen, dass der Sound von damals schon was hatte. Diese Schwelle zwischen elektrisch und elektronisch brachte ganz neue Formen von "Fusion" hervor.</p>

<p>Primal Scream nahmen die bereits angesprochene Sache mit den Drogen ja dermassen ernst, dass sie sowohl ihre Freizeit mit ebendiesen verbrachten als auch in all ihren Liedern davon sangen. Konsequenterweise ging die Band auch an den Drogen zugrunde - könnte man denken, war/ist aber nicht so! Auch wenn schon lange nicht mehr in Originalbesetzung, sind Primal Scream noch immer unterwegs und werfen in gesetztem Abstand neue Alben auf den Markt, die ich nicht kenne.</p>

<p>Auch wenn der Titel ihres Debutalbums mit «Sonic Flower Groove» an postmoderne Blumenkinder denken lässt, sind Primal Scream auch in reiferem Alter keineswegs zu umgänglichen Typen geworden. Als Sänger Bobby Gillespies Bier an einem Festival von "some fucking hippie" geklaut wurde, tickte er auf der Bühne dermassen gründlich aus - er beschimpfte sowohl das Publikum wie auch so ziemlich alle anderen Bands -, dass das Konzert abgebrochen wurde er und die Band freundlich aber bestimmt von der Bühne gebeten wurden.</p>

<p></p>

<blockquote>Interpret: Primal Scream, Glasgow

<p>Album: Screamadelica</p>

<p>Song: Don't fight it, feel it</p>

<p>Jahr: 1991<br />
</blockquote></p>

<p><br />
Internet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Primal_Scream">Wikipedia</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zF2YZqHOqL4">Live</a>, <a href="http://www.primalscream.net/">Website</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Wenn man dazu tanzt, dann unbedingt mit Armen und Händen fuchteln und lustige Figuren machen.</p>

<p><em>Artwork:<a href="http://mathisgasser.ch/ver_aust_2011_new-works.html">Mathis</a>, Head (after Malevich).</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Roy Andersson «The Silent Song»</title>
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    <published>2011-06-05T19:41:44Z</published>
    <updated>2011-06-05T19:57:31Z</updated>
    
    <summary>SOTW #11-2011 Ruhe bitte! 27° C draussen und ich rette mich in den etwas kühleren Postshop zwecks Packetentgegennahme. Zwar war...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #11-2011<br/><br />
<h3>Ruhe bitte!</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_ruhebitte.JPG" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_ruhebitte.JPG" width="494" height="472" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>27° C draussen und ich rette mich in den etwas kühleren Postshop zwecks Packetentgegennahme. Zwar war ich bei der Austragung zugegen, aber mit Plastikgeld kann man bei meiner Pöstlerin noch immer nicht punkten. </p>

<p>Der Shop war düster und in den ersten Minuten musste ich meinen Fokus neu kalibrieren von superhell auf fensterlos. Sonnenbrillen sind mir ein graus, sie geben mir das Gefühl auch in den bekanntesten Gefilden nichts weiter zu sein, als ein Tourist. Ich weiss, die Mode heutzutage hat Sonnenbrillen zum ultimativen Accessoire erkoren, welches auch in dunklen Diskotheken getragen werden darf, aber ich seh den Leuten nun mal gerne in die Augen. Und was soll denn all die Schminke wenn man sie mit Wagenrad grossen Tellern verdeckt? Es handelt sich hier um dasselbe Phänomen wie Parfum tragende Raucher. Soll mit dem Parfum der Rauch überdeckt werden oder mit dem Rauch das Parfum? </p>

<p>Aber Schluss mit Philosophie, ich war also im Postshop, zog ein Nümmerchen und setzte mich zwischen Frauenromane, Billigkochbüchern zum Thema Fingerfood und Natelaboangeboten auf einen der unbequemen Stühle. Die sind deshalb so unbequem, damit man schnell wieder aufsteht, sich die Zeit mit Regalstreunen vertreibt und dann doch noch einen Bleistiftanspizter oder besagtes Kochbuch kauft.<br />
 <br />
Die Drehtüre surrte, die Neonröhren an der Decke gurrten, der Nümmerchenautomat piepste und die Leute stöhnten vor lauter Hitze. All das nur  unterbrochen vom gelegentlichen Dingdong der Reihenfolgetafel.  Und mein Nümmerchen wollte einfach nicht erscheinen. Die ganze Aktion wurde langsam etwas anstrengend, und genau da fiel es mir auf. Es fehlte die Musik, sprich Folter der perversesten Art. Die Post schenkt einem nichts, nicht einmal die durch Musik erleichterte Wartezeit. Da muss man durch, wenn man sich mit denen anlegt. Und mit der Post verhält es sich wie mit der Cablecom, früher oder später legt sich jeder einmal mit denen an. Aber welche Musik gehört in den Postshop? Wir sind hier ja nicht bei Abercrombie & Fitch, wo man am Türsteher vorbei zu den tanzenden Bedienungen vordringen muss. Nein, die Post braucht etwas Surreales, Musik, welche die Qual einer solchen Wartesituation unterstreicht. Hier geht es nicht ums Amüsement, sondern um eine Institution, die die Vormachtstellung im Briefeverteilen innehält und ihren Auftrag trotzdem nie sauber erledigt, weil sie sich viel zu sehr auf das Verkaufen von Fremdprodukten konzentriert. Mit grübeln über Musik konnte ich wenigstens die Zeit überbrücken, bis endlich die Tafel wieder bimmelte und die 756 erschien – meine Nummer. <br />
Und als ich dann von der Postbeamtin stand, mein Päckli entgegen nehmen durfte und sie mich fragte: „möchten Sie denn auch noch ein Millionenlösli kaufen?“ hätte ich gerne angefangen zu singen:</p>

<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/so5M8Mgf50c" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Roy Andersson<br />
Album: Songs from The Second Floor (O.S.T.)<br />
Song: The Silent Song<br />
Jahr: 2000<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://www.royandersson.com/indexeng.html">website</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Still stehen, nicht bewegen.</p>

<p><em>Artwork: Lu</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Die Fantastischen Vier «Schizophren»</title>
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    <published>2011-05-22T20:02:00Z</published>
    <updated>2011-05-22T20:18:26Z</updated>
    
    <summary>SOTW #10-2010 Sprachlos Interpret: Die Fantastischen Vier Album: MTV Unplugged Song: Schizophren Jahr: 2000 Internet: Website Artwork: Lu...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #10-2010<br/><br />
<h3>Sprachlos</h3></p>

<p><br />
<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_schizophren.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_schizophren.jpg" width="530" height="375" class="mt-image-none" style="" /></span><br />
<br/><br />
<br/><br />
<br/><br/><br />
<br/></p>

<blockquote>Interpret: Die Fantastischen Vier<br/>
Album: MTV Unplugged<br/>
Song: Schizophren<br/>
Jahr: 2000<br/>
</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.diefantastischenvier.de/">Website</a><br />
<em>Artwork: Lu</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Henry Phillips – «End of the World»</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.songoftheweek.ch/archiv/henry_phillips_end_of_the_worl.php" />
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    <published>2011-04-24T10:14:01Z</published>
    <updated>2011-04-24T10:33:08Z</updated>
    
    <summary>SOTW #09-2011 Wenn das Leben eines Taugenichts lustig scheint So wie Filme eigentlich immer zur Stimmungsmache auf Musik zurückgreifen, braucht...</summary>
    <author>
        <name>Lea</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lea" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #09-2011<br/><br />
<h3>Wenn das Leben eines Taugenichts lustig scheint</h3></p>

<p><object style="height: 390px; width: 640px"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/C0_aFU4Yjj8?version=3"><param name="allowFullScreen" value="true"><param name="allowScriptAccess" value="always"><embed src="http://www.youtube.com/v/C0_aFU4Yjj8?version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="640" height="390"></object></p>

<p>So wie Filme eigentlich immer zur Stimmungsmache auf Musik zurückgreifen, braucht manchmal die Musik ein bisschen Unterstützung von Comedy, um verstanden zu werden. Kombiniert man das mal anders, erhält man Comedy in Form eines Filmes über einen Musiker. Filme über Musiker drehen sich ja oft um den elenden, leidvollen und mit Steinen übersäten Weg irgendwelcher Vorstadtlümmel zu Ruhm und Ehre im Musikolymp. Für alle, die derartige Tragödien besser ertragen können, wenn sie durch Ironie, Sarkasmus und Absurdität geschleift und am Galgenhumor aufgehängt werden, empfehle ich deshalb den Film „Punching the Clown“ mit Henry Phillips.</p>

<p>Phillips spielt dabei eine leicht schäbigere Version seiner Selbst. Wenn man es freundlich ausdrücken möchte, sieht man in ihm einen modernen Troubadour, der die gesellschaftlichen Hürden mit viel Humor zu bewältigen versucht. Ansonsten könnte man ihn auch einfach einen sehr bedauernswerter Loser nennen, auf der erfolglosen Suche nach einem Plattenvertrag in Los Angeles. So oder anders fasst Phillips immer wieder Episoden aus seinem Leben in kurzen, prägnanten, komödiantischen, Liedern zusammen, welche die Traurigkeit dieses Taugenichts zu äusserst humorvollen Storys verwandelt.</p>

<p>So glaubt er zum Beispiel einem Fernsehpriester, der das Ende der Welt verkündet und gibt an seinem letzten Abend auf dieser Welt nochmals so richtig Gas, was damit endet, dass er mit einer transsexuellen Nutte Drogen konsumiert und einem kleinen Kind endlich mal eine reinhauen darf (End of the World). Noch schlimmer trifft es ihn, als ihm zu Lebzeiten seine zwei Frauen wegsterben. Sie erwarten ihn beide im Himmel und als er ihnen konsequenterweise einen flotten Dreier vorschlägt, landet er in der Hölle (Threesome in Heaven). Und im Song „Letter in the Mail“ wird der Teufelskreis eines Versagers auf die Spitze getrieben, da er durch Kreditkartenprobleme seine Kontolimite überzieht, worauf ihm etliche Cheques platzen und sein Auto eingezogen wird, weshalb er dann seinen Job und kurz darauf seine Wohnung verliert und deshalb in eine Kiste unter der Brücke ziehen muss, wo er als einziger Lichtblick wenigstens keinen Briefkasten mehr besitzt, um solche schlechte Nachrichten zu erhalten.</p>

<p>Am besten ihr schaut selbst mal in die Videoclips rein und seht, wie der an sich so harmlos anmutende Henry Phillips die Tragödien einer Gesellschaft und seines eigenen Lebens zu unterhaltsamen Komödien verwandelt.</p>

<blockquote>Interpret: Henry Phillips, US<br>
Album: L.A. Dreams<br>
Song: End of the World<br>
Jahr: 2010</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.henryphillips.com/Henry_Phillips/Welcome.html">Henry Phillips Website</a>, <a href="http://www.cdbaby.com/cd/henryphillips2/from/ideaengine">Album L.A. Dream</a>, <a href="http://www.imdb.com/title/tt1192624/">Punching the Clown Movie</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Listen and laugh.</p>

<p><em>Artwork: Henry Phillips on Youtube</em></p>]]>
        
    </content>
</entry>

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    <title>Luciano Pavarotti – «O Sole Mio»</title>
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    <link rel="service.edit" type="application/atom+xml" href="http://www.tobistar.com/mt-atom.cgi/weblog/blog_id=2/entry_id=968" title="Luciano Pavarotti – «O Sole Mio»" />
    <id>tag:www.songoftheweek.ch,2011://2.968</id>
    
    <published>2011-04-18T13:42:24Z</published>
    <updated>2011-04-18T14:36:42Z</updated>
    
    <summary>SOTW #8-2010 Gebt mir ne Gitarre Da hab ich ihn wieder gesehen, den Rocco. Fast hätte ich ihn nicht wieder...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #8-2010<br/><br />
<h3>Gebt mir ne Gitarre</h3><br />
<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="osolemio_sotw.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/osolemio_sotw.jpg" width="320" height="320" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Da hab ich ihn wieder gesehen, den Rocco. Fast hätte ich ihn nicht wieder erkannt. 15 Jahre älter, sauber gewaschen, die Haare mit Geel nach hinten gekämmt. Das Gesicht weniger aufgedunsen als früher und die Augen klar. Aber die Spuren des Alkoholismus haben sich dennoch in sein Gesicht gegraben. Wie Strassen auf einer Landkarte ziehen sich rote Äderchen über sein Gesicht, umschiffen die Pockennarben und die kratergrossen Poren. Der Bierbauch zwar noch da aber wesentlich erschlankt. So trottete er neben einer Dame in Sonnengelb die Strasse hinunter. Dreiviertel des Trottiors nahm sie ein mit ihrem Wallekleid. Das dauergewellte Haar auftupiert und mit Parfum zünftig eingesprüht. Eine monumentale Erscheinung, die Roccos Präsenz nicht nur in den Schatten stellt sondern überstrahlt.</p>

<p>Wie gesagt 15 Jahre hab ich ihn nicht mehr gesehen. Wieso genau er verschwand, weiss ich nicht. War es die Schliessung von Mendis Käseladen, bei dem er immer für Essen anschreiben konnte? War es die neue Liebe zur Wallawalla-Frau?<br />
Ich wohne in einem Quartier in dem man sich kennt. Ich kenn den Comicbuchverkäufer (der im übrigen gross, dünn und bleich ist) ich kenn den Verkäufer aus dem Design-Laden in dem ich nur ein mal war um ein kaputtes Möbel zu kaufen, dass für 30 Stutz zu haben war. Ich kenn den alten Herren, der seit 1937 in der gleichen Strasse wohnte und ich kannte auch die Parkbankpenner, die am Stauffacher sassen und sich mit Dennerwein aus dem Tetrapack betranken. Und eben einer dieser Penner war Rocco. </p>

<p>Rocco fiel nicht nur durch das nicht-trinken von Bier auf, sondern auch durch seine Gitarre. Und so manche junge Dame rannte irritiert an ihm vorbei, als er wieder zwischen zwei Trams auf den Geleisen stand und ihr sein «O Sole Mio» hinterher schmetterte und hörte sie ihm nicht zu stellte er um auf «Lasciatemi cantare» und blieb so lange vor dem Tram stehen, bis es losfuhr. Nun scheint es, dass er seine Sonne gefunden hat.</p>

<blockquote>Interpret: Luciano Pavarotti <br>
Album:  O Sole Mio – Favourite Neapolitan Songs<br>
Song: O Sole Mio <br>
Jahr: 1979
</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luciano_Pavarotti">Pavarotti bei Wikipedia</a>, <a href="http://www.lucianopavarotti.com/">Offizielle Seite</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: In der Sonne liegen, schräg mit singen.</p>

<p><em>Artwork: O Sole Mio</em><br />
</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Rush - «Tom Sawyer»</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.songoftheweek.ch/archiv/rush_tom_sawyer.php" />
    <link rel="service.edit" type="application/atom+xml" href="http://www.tobistar.com/mt-atom.cgi/weblog/blog_id=2/entry_id=967" title="Rush - «Tom Sawyer»" />
    <id>tag:www.songoftheweek.ch,2011://2.967</id>
    
    <published>2011-03-27T19:09:42Z</published>
    <updated>2011-06-12T19:52:26Z</updated>
    
    <summary>SOTW #07-2011 Progressiv Wer seriöse Rock-Ahnenforschung betreibt kommt an Rush nicht vorbei. Die kanadischen Dauerbrenner begeistern seit den frühen Siebzigern...</summary>
    <author>
        <name>Hannes</name>
        <uri>http://www.sotw.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #07-2011<br/><br />
<h3>Progressiv</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="praying-mantis_rush.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/praying-mantis_rush.jpg" width="458" height="667" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Wer seriöse Rock-Ahnenforschung betreibt kommt an Rush nicht vorbei. Die kanadischen Dauerbrenner begeistern seit den frühen Siebzigern geneigte Ohren, in den letzten zwei Dekaden jedoch ohne grössere Resonanz. Die Genres, in denen sich Rush umgetan hatten - klassischer Progressive Rock, später dann erweitert mit Synthesizern und New Wave Einflüssen - stiessen zuletzt nicht auf die Begeisterung der Massen. Den glücklosen Kompatrioten von Anvil erging es allerdings bedeutend schlimmer, Rush erfreuen sich einer durchaus grossen Fangemeinde. Bei mir zu Hause zum Beispiel beträgt die Quote von Rush-Fans 50%!</p>

<p>Was Rush von Zeitgenossen abhebt und einzigartig geil macht ist einerseit der Gesang von Geddy Lee. Den können Anfänger durchaus mit demjenigen Robert Plants verwechseln. Darüber dürfte sich der gute Geddy jedoch nicht allzu sehr aufregen, im Gegenteil. Grössere Lobhudeleien gibt es in der Welt der Rock wohl gar nicht zu verteilen. Und andererseits sitzt mit Neil Peart ein Meister seines Fachs an den Drums - das Magazin "Modern Drummer" hat ihn zwischen 1980 - 85 jedes Jahr zum "Best Rock Drummer" gekürt. Und das in Zeiten, in denen Rick Allen noch beide Arme hatte!</p>

<p>Die Bandbreite der Rush-Songs reicht vom folkigen und zugänglichen «Lakeside Park» bis hin zu 20minütigen Zukunftsphantastereien wie dem Heuler «2112», Teil des gleichnamigen Konzeptalbums. Als Konzeptalbum lässt sich durchaus auch «Moving Pictures» betiteln, das unbedingt in seiner ganzen Länge angehört werden sollte. Und dies nicht nur den Ohren und dem Gehirn wegen, das Album steht auch auf der offiziellen Empfehlungsliste des eidgenössischen Ärzteverbandes zur Stärkung der Nackenmuskulatur.  </p>

<p>So und jetzt viel Spass mit Tom Sawyer und all den anderen tollen Songs, oder um es mit den Worten von Fry zu sagen (siehe Video unten): <em>All right. It's Saturday night, I have no date, a two-liter bottle of Shasta and my all-Rush mix-tape... Let's rock</em>.</p>

<p><br />
<blockquote>Interpret: Rush, CAN</p>

<p>Album: Moving Pictures</p>

<p>Song: Tom Sawyer</p>

<p>Jahr: 1981<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rush_%28band%29">Wikipedia</a>, <a href="http://www.rush.com/rush/">Offizielle Website</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JFGVDWc_5Q8">Live, inkl. South Park Intro</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Gut1Gw1AnLU">Kevin Jones Segment in TB7 (inkl. «Lakeside Park»)</a>, <a href="http://www.comedycentral.com/videos/index.jhtml?title=space-invaders&videoId=162725">Futurama-Szene</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Den Millennium Falken besteigen.</p>

<p><em>Artwork:"<a href="http://mathisgasser.ch/ver_aust_ribordy-2010.html">Praying mantis</a> on the court and I can't be beat".</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Liquido - «Narcotic»</title>
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    <published>2011-03-16T18:09:10Z</published>
    <updated>2011-03-16T18:49:50Z</updated>
    
    <summary>SOTW #6-2010 Weck mich auf, wenn der Kaffee warm ist Diese Woche war bisher echt hart. Sonntag arbeiten, Montag Spätschicht...</summary>
    <author>
        <name>Lu</name>
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    </author>
    
        <category term="Lu" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #6-2010<br/><br />
<h3>Weck mich auf, wenn der Kaffee warm ist</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_eieiei.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_eieiei.jpg" width="360" height="270" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Diese Woche war bisher echt hart. Sonntag arbeiten, Montag Spätschicht und Dienstag früh. Und mit Früh- nach Spätschicht verhält es sich ja wie mit Bier nach Wein - so lass es sein. Aber ich konnts halt wiedermal nicht lassen und als ich am Dienstag dann doch irgendwie aufgestanden war, geduscht hab, und auf Kaffee und Frühstückseier wartete, war ich dann doch wieder so müde, dass ich mich hinlegen musste.</p>

<p>Nein ich gehör nicht zu den Morgen-Snoozern, sondern eben zu den Aufstehern-und-wieder-hinlegern. Man sagt ja, kurze Schläfchen halten einen wach. Genutzt hat es nicht wirklich.</p>

<p>Was mich aber doch aus dem Schlaf geholt hat, war ein Song im Radio, bei dem ich stark bezweifle, dass sein Abspielen heute überhaupt noch legal ist. Ich spreche hier nicht von 'wake me up' von George Michael und auch nicht 'guten Morgen Sonnenschein'. Nein im Radio lief mit riesigem One Hit Wonder-Alarm Liquido's Narcotic (Mit Tim Eiermann als Backgroundsänger - na klingelts?). Nun ist ja der Beat nicht umbedingt der schmissigste, und es hängen viele nicht unbedingt gute Erinnerungen an Feze, in den 90ern an diesem Song, bei irgendwelchen Leuten zu Hause, bei denen irgend ein Mädchen immer geweint hat, und bei dem getanzt wurde in dem man einen Kreis bildete, sich links und rechts einhakte und dann im Takt rundherum gehüpft ist. Sprich Ereignisse, die man bereits verdrängt hatte und von denen man hofft Fotos davon, tauchen nicht irgendwann, irgendwo bei Facebook auf. Es hat mich aber auch an mein damaliges Motto erinnert, denn auch wenn Dienstag Morgen war, musste ich schmunzeln und denken, ach Dienstag, ist ja auch fast schon Mittwoch und wenn mans genau nimmt, ist Mittwoch doch eher schon Donnerstag, und Donnerstag ist ja eigentlich Freitag, und Freitag, ja Freitag ist Wochenende!</p>

<p>Und wenn ihr Glück habt liebe Leser, bedeutet das, dass es bald einen neuen SOTW gibt!</p>

<blockquote>Interpret: Liquido <br>
Album: Liquido <br>
Song: Narcotic<br>
Jahr: 1998
</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.liquido.de/">Offizielle noch existente Website</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liquido">Wikipedia</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: ganz schnell aufstehen und Kafischnaps trinken! Im Kreis herumhüpfen, nach bedarf zu zweit, dritt oder zehnt. Und NICHT weinen.</p>

<p><em>Artwork: Ommnomnomnom </em></p>]]>
        
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    <title>Def Leppard - «Photograph»</title>
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    <published>2011-02-20T16:35:25Z</published>
    <updated>2011-03-27T19:08:31Z</updated>
    
    <summary>SOTW #05-2011 Klassisch Jahre, ja Jahrzehnte lang hatte ich kein Radio gehört. Ich ertrug die Musik nicht mehr und auch...</summary>
    <author>
        <name>Hannes</name>
        <uri>http://www.sotw.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Hannes" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #05-2011<br/><br />
<h3>Klassisch</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="verworfen_def.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/verworfen_ccr.jpg" width="500" height="305" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Jahre, ja Jahrzehnte lang hatte ich kein Radio gehört. Ich ertrug die Musik nicht mehr und auch das Gerede ging mir auf die Nerven. Seither war ich musikalischer Selbstversorger und liess mich bei der Auswahl höchstens von der Shuffle-Funktion unterstützen. Dies führte beinahe zur vollständigen sozialen Ausgrenzung, da ich weder die aktuellen Hitparaden-Hits noch die Staumeldungen mitbekam. Einmal nahm ich an einer Telefonumfrage zum Thema "Radio" teil. Bevor die Befragung los ging, musste ich zehn Minuten lang Fragen zu mir, meiner Wohnsituation, Ausbildung und Beruf etc. beantworten. Die erste Frage lautete dann: "Wie viele Minuten hören Sie im Tag im Schnitt Radio?" – "Null?" – "Äh, also gar keine?" – "Nein…" – "Hm, ok. Ja, dann ist die Umfrage jetzt schon beendet...". Auch legendär war das Telefon, wo mir verschiedene Lieder vorgespielt wurden und ich sagen musste, wie ich die fand, auf einer Skala von 1 bis 7…</p>

<p>Seit jedoch ein neues Gerät bei uns in der Wohnung aufgetaucht ist, das tatsächlich in der Lage ist, sich mit dem Internet zu verbinden und von der Cloud aus Musik zu streamen, habe ich das Radiohören wieder entdeckt. Und dies dank dem tollen Sender "Star.fm Rock Classics". Der Sender eignet sich für sämtliche Lebenslagen und kommt bei allen Arten von sozialen Anlässen super an. Um ehrlich zu sein, ich höre diesen Sender gerade jetzt in diesem Moment! Es läuft «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=KQMBz6HvSoM">Kickstart my Heart</a>“ von Mötley Crüe. Weitere Heuler, die ich in den letzten Tagen  und Wochen, aber zuvor seit Jahren nie mehr gehört habe sind unter anderem: «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=eYEgYVyBDuM">Two Tickets to Paradise</a>», «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=VZ5bS3_BCDs">Photograph</a>», «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Rvkvjummb7g">Woman from Tokyo</a>», «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=iERLBLDk1c8">More than a Feeling</a>», «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=wlTvWvfEMxE">Heat of the Moment</a>», «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=IjBXsBAFcj4">Raise your hands</a>», «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=KXewIR7Y7cc">One way or another</a>», «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=px__SsVXX_0">Because the Night</a>“ oder «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=m4o--q6xuvs">Easy Livin</a>‘“. Diese Liste ist übrigens Pflicht für alle Menschen, die den Beruf des Friseurs ausüben oder erlernen. </p>

<p>Weiter kann konstatiert werden, dass es viel Airplay insbesondere für die frühen Götter des Genres – The Rolling Stones, The Doors, Creedence Clearwater Revival, Led Zeppelin, Pink Floyd – gibt, dass jedoch auch die Bands, die das Genre chronologisch abschliessen – Bon Jovi, Def Leppard, AC/DC – genügend Aufmerksamkeit erhalten. Ausserdem ist der Chefredaktor/Musik-Auswahl-Computer offensichtlich ein Fan vom Boss. «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=4ZK04LEALHA">Born to run</a>» habe ich bis anhin in geschätzten 12 verschiedenen Versionen gehört.  Von The Who («<a href="http://www.youtube.com/watch?v=aOUqRZkR8dE">Pinball Wizard</a>») und Bobby («Hurricane») konnten sie sich offensichtlich nur die Lizenz für je einen Song leisten. Und «<a href="http://www.youtube.com/watch?v=go4VA23-EIo">Blackout</a>» habe ich bin jetzt skandalöserweise noch gar nie gehört. Trotzdem, insgesamt eine äusserst geile Experience, die ich jeder und jedem ans Herz bzw. ans Ohr legen möchte. Und jetzt viel Spass mit den Leppies!</p>

<blockquote>Interpret: Def Leppard, UK

<p>Album: Pyromania</p>

<p>Song: Photograph</p>

<p>Jahr: 1983<br />
</blockquote></p>

<p>Internet: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pyromania_%28album%29">Wikipedia</a>, <a href="http://www.defleppard.com/news/">Offiziell</a>.</p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Radios: Headbangen.</p>

<p><em>Artwork: Fotografiert an dieser <a href="http://www.stadt-zuerich.ch/kultur/de/index/institutionen/ausstellungen_stadthaus/verwegenverworfenverpasst.html">Ausstellung</a>.</em></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Mumford &amp; Sons - «Winter Winds»</title>
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    <id>tag:www.songoftheweek.ch,2011://2.964</id>
    
    <published>2011-02-15T20:55:40Z</published>
    <updated>2011-04-24T10:13:21Z</updated>
    
    <summary>SOTW #04-2011 Wenn die Musikoskars verliehen werden Die Woche hat gar nicht mal so schlecht angefangen: Justin „The Music Industry...</summary>
    <author>
        <name>Lea</name>
        <uri>http://www.songoftheweek.ch</uri>
    </author>
    
        <category term="Lea" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.songoftheweek.ch/">
        <![CDATA[<p>SOTW #04-2011<br/><br />
<h3>Wenn die Musikoskars verliehen werden</h3></p>

<p><span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><img alt="sotw_mumford.jpg" src="http://www.songoftheweek.ch/images/sotw_mumford.jpg" width="500" height="375" class="mt-image-none" style="" /></span></p>

<p>Die Woche hat gar nicht mal so schlecht angefangen: Justin „The Music Industry Slave“ Bieber ist verdient leer ausgegangen an den diesjährigen Grammys. Kinderarbeit sollte definitiv verboten werden und zwar einfach schon aus dem Grund, dass ich mir dieses Stimmchen nicht anhören und dieses zurechtgeföhnte Grinsen nicht ansehen muss. Spätestens sobald der Junge den Stimmbruch bekommt, wird er die männliche Britney ausleben müssen und irgendwelche unehelichen Kinder im Drogenrausch aus dem Fenster halten. Ach nein, das war ja Michael. Nevermind.</p>

<p>Dafür dürfen sich Arcade Fire fürs beste Album ein Kränzchen winden (und meines Erachtens auch für ein sehr attraktives Album Cover), La Roux darf vor Freude erröten und auch Jeff Beck hat in weiser Vorahnung schon mal seine Villa vergrössern lassen, um einem weiteren Grammy Platz zu machen. Über zuwenig Aufmerksamkeit dürfen sich auch die Black Keys nicht beschweren, viermal waren sie nominiert, zweimal mussten sie irgendwelche uninteressanten Reden schwingen. Und Muse hat den alten Herren mal gezeigt, wer sich eine neue Muse suchen sollte und ohne Pardon die Trophäe fürs beste Rock Album eingeheimst. Eddie Vedder hat daraufhin gleich losgeröhrt und Tom Pettys Herz ist schneller zerbrochen als Jeff Beck und Neil Young zusammen Gitarre spielen können. Aber hey, schliesslich sind wir hier doch bei den Grammys. Niemand hat was von Gerechtigkeit gesagt.</p>

<p>Ich selbst hab auf Mumford und seine Söhne gesetzt. Ach, meine lieben Mumfords. Nominiert als beste Newcomer sowie für ihren Song „Little Lion Man“ in der Kategorie bester Rock Song. Von mir aus darf man darüber streiten, ob die britischen Gebrüder nun wirklich dem Genre Rock zuzuordnen sind, aber ich mag sie sehr. Erfrischend stolzes Country-Folk-Gedudel, mit Banjo und allen anderen dazugehörigen Zupfinstrumenten, mit melancholisch-romantischen Lyrics, immer auf der Suche nach der eigenen Seele, dem Seelenverwandten oder irgendeiner hoffnungsvollen Freiheit. Man fühlt sich irgendwie gleich wie Heidi und möchte in der Frühlingssonne durch Felder rennen und dann selbst gemolkene Milch trinken. Also bei meinen Allergien wäre das trotz dazu passender Musik eher ein tödliches Unterfangen, aber ich wollts einfach mal illustriert haben. Zugegebenermassen kann die Musik manchmal auch leicht enervierend rüberkommen, ganz so wie bei Grossvater Bob Dylan eben. Einen Award durften die Jungs dann leider nicht nach Hause tragen, dafür verleihe ich ihnen jetzt höchst persönlich den heutigen Song of the Week. Und den bekommt schliesslich nicht jeder einfach so.</p>

<blockquote>Interpret: Mumford & Sons, UK<br>
Album: Sigh no more<br>
Song: Winter Winds<br>
Jahr: 2009</blockquote>

<p>Internet: <a href="http://www.mumfordandsons.com/">Mumford & Sons</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_KCg_QEHtkY">Winter Winds on Youtube</a>, <a href="http://www.grammy.com/nominees">Winners and Losers @ Grammy 11</a></p>

<p>Empfohlene Tätigkeit beim Hören dieses Songs: Je nach Pollenverträglichkeit drinnen oder draussen pathetisch rumspringen, wenn möglich mit 2 Zöpfchen in den Haaren und einem Glas Milch in der Hand.</p>

<p><em>Artwork: Lea für SOTW</em></p>]]>
        
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